SWR-Journalistin Sonja Faber-Schrecklein: „Nicht lang schwätzen, machen!“

Das Kinderhospiz feiert 10-Jähriges und lädt sich Prominenz ein. Die Journalistin Sonja Faber-Schrecklein redet über ihren Beruf, Privates und ihr Ehrenamt.

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SWR-Journalistin Sonja-Faber-Schrecklein (rechts) wird von ihrer Kollegin Ina Beck interviewt.  Foto: 

„So sieht sie also in Echt aus! Und die schwätzt ja genauso munter wie im Fernsehen!“, konstatieren die Gäste, die an diesem hochsommerlichen Abend in den Adolf-Würth-Saal der Kunsthalle gekommen sind. Leider sind das weniger als sich das Kinderhospiz vom Auftakt ihrer Geburtstagsveranstaltungsreihe erhofft hat.

Verdienstkreuz: Pfingstochsenversion bleibt im Schrank

Viele der Gäste sind nur wegen ihr gekommen: Sonja Faber-Schrecklein. Sie kennen sie aus den Sendungen „SWR-Landesschau mobil“, vom „Fröhlichen Feierabend“ oder durch ihre Moderation von Fasnetsumzügen. Im vergangenen Jahr bekam die Journalistin für ihr Engagement im Stiftungsvorstand der Deutschen Kinderkrebsnachsorge das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Bevor die für Harald Holz, der aus terminlichen Gründen nicht konnte, eingesprungene SWR-Hörfunkreporterin Ina Beck sie zu ihrem Ehrenamt befragte, wollte sie etwas aus dem privaten Faber-Schrecklein-Nähkästchen erfahren. So erfuhr das Publikum, dass sie Verlagskauffrau gelernt hat und dann eins zum anderen kam. Die Journalistin macht sich im Gespräch gerne  über sich lustig („Nachdem ich dann doch das Abi geschafft habe“) und schwäbelt kumpelhaft. „Das mag ich so an ihr“, sagt hinterher eine Zuhörerin, „sie versteckt das nicht.“

Faber-Schrecklein gibt aber zu, leicht nervös zu sein und zeigt ihre „beppiche Finger“. Sie gibt zu, dass man als Journalist selber ja eher selten interviewt werde und passt auf, bloß nicht dieselben Fehler zu machen „wie die befragten Kerle“. Dann präsentiert sie ihr Bundesverdienstkreuz am Bande, aber nur das Ausgehmodell, ein kleines Ansteckerle, „nicht die Pfingstochsenversion.“

Dann wird Ina Beck ernst. Wieso das Ehrenamt? Ihr Vater sei ein sehr engagierter Mensch gewesen und hätte ihr das „Schauen nach wie geht es den anderen“ bereits in die Wiege gelegt. Beide Eltern sind schon tot, eine Tante hatte multiple Sklerose, der habe sie viel geholfen. Mit ihr sei sie auch oft in Schwäbisch Hall gewesen. „Zum Theatergucken im Hotel Adler, im Zimmer mit der Stuckdecke“ – ernst kann die Frau nicht lange bleiben.

Geschenk für das Haller Kinderhospiz zum Jubiläum

Sie wurde gefragt, ob sie sich den Vorsitz der Deutschen Kinderkrebsnachsorge vorstellen konnte und sie habe sehr schnell und sehr entschlossen zugesagt. Ihr Motto: „Nicht lang schwätzen, machen!“ Sie moderiert Galas und sammelt so Spenden für den Verein. 650.000 Euro werden pro Jahr gebraucht, um die Nachsorgeklinik Tannheim am Laufen zu halten. „Man kann mich mieten“, wirbt sie für sich und betont, wie hervorragend sie den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann.

Über das Kinderhospiz, das Geburtstagskind des Abends, sagt sie nichts. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim dagegen betont in seiner Ansprache die Bedeutung des Kinderhospizes und erwähnt die Absicht, die Hospizbewegung zu unterstützen – das sei im Stadtleitbild festgehalten. Sylvia Weber, Gastgeberin in der Kunsthalle, beglückwünscht den Verein und überreicht Geschenke an Astrid Winter, die für die Koordination zuständig ist: zwei Flüge mit dem Fesselballon, eine Führung in der Kunsthalle und einen Sudhaus-Gutschein. Dinge, die das Leben kranker Kinder für einen Moment schöner machen können.

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