Streit wegen Unterhalt

Das Motiv des 53-Jährigen, der für das blutige Familiendrama verantwortlich ist, beschäftigt weiterhin die Behörden. Offenbar ging es um Unterhalt.

|
Kerzen und Rosen am Tatort in Veinau. Foto: Seyerle

Auch zwei Wochen nach der tödlichen Tat sind viele Fragen offen: Wieso hat der 53-Jährige am Mittwoch, 9. Januar, seine Ehefrau brutal ermordet? Wieso wollte er auch seine 24-jährige Stieftochter töten und verletzte sie dabei lebensgefährlich? Wieso verschonte er seinen 21-jährigen Sohn?

Bei der Polizei ist weiterhin die 15-köpfige Ermittlungsgruppe "Hecke" aktiv. Die Staatsanwaltschaft wertet etliche Daten aus - unter anderem den Abschiedsbrief des Weckriedeners, den er vor seinem Suizid in den Briefkasten von Familienangehörigen geworfen hat. "Die anstehende Scheidung und Probleme, die daraus resultierten, waren für die Tat ausschlaggebend", teilt Oberstaatsanwalt Peter Bracharz mit. Laut Informationen, die der Redaktion vorliegen, wollte der Vater seiner von ihm getrennt lebenden Noch-Ehefrau und der Stieftochter keinen Unterhalt bezahlen.

"Das Verhältnis war kein ungespanntes", kommentiert Peter Bracharz. Drohungen habe es schon vorher gegeben - "wie bei den meisten Unterhaltsstreitigkeiten". Ob diese Drohungen auf ein solch dramatisches Ende hingedeutet haben, will der Oberstaatsanwalt nicht kommentieren. "Uns fehlen noch einige Akten, um das abschließend bewerten zu können."

Wieso der 53-Jährige seinen Sohn verschont hat, lasse sich derzeit auch nur spekulieren, so Bracharz weiter. "Aber: Das eigene Blut ist einem doch am nächsten."

Der Zustand der 24-Jährigen, die wegen schwerster Kopfverletzungen ins künstliche Koma versetzt worden war, sei mittlerweile stabil, teilt die Polizei mit. Offenbar ist sie aus dem Koma erwacht.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

100. Geburtstag: Eine Hohenloherin, die Elvis zu Besuch hatte.

Sie hat Elvis Presley bewirtet - im Adler in Wolpertshausen. Zwei Weltkriege, ein Schlaganfall: Diese Frau hat viel erlebt. weiter lesen