Streit bei Lidl: Wechsel an der Spitze

Unterschiedliche Ansichten über strategische Ausrichtung des Neckarsulmer Konzerns. Vorstandsvorsitzender geht.

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Die Schwarz-Gruppe gilt als viertgrößter Einzelhändler der Welt. 2016 setzten die Neckarsulmer, zu denen die Ketten Lidl und Kaufland gehören, nach einer Liste der Beratungsgesellschaft Deloitte 94 Milliarden Dollar (88 Milliarden Euro) um. Zum Vergleich: Der amerikanische Konzern Wal-Mart erwirtschaftete zuletzt 482 Milliarden Dollar (451 Milliarden Euro).

In den Vereinigten Staaten will Lidl bis zum nächsten Jahr 180 Filialen eröffnen. Das Europageschäft hat der Discounter in den zurückliegenden Jahren konsequent und zielstrebig hochgezogen. Franzosen kaufen bei Lidl ein, Schweden ebenso wie Schweizer oder Portugiesen.

Uneins über Strategie

Jetzt ist offenbar die Auseinandersetzung über die künftige Strategie eskaliert. Sven Seidel, Lidl-Chef seit 2014, musste am Dienstag seinen Posten räumen. Sein Bestreben war es, Lidl ein neues Profil zu verschaffen: weg vom Image des Billighändlers.

Sein Nachfolger ist Jesper Hojer. Der 38-Jährige ist für den internationalen Einkauf der Unternehmensgruppe verantwortlich.

Über den vier Top-Managern der Unternehmen Lidl, Kaufland, Schwarz-Dienstleistungen und Schwarz zentrale Dienste steht die Schwarz Unternehmenstreuhand. Deren Gesamtverantwortlicher ist Klaus Gehring. Er ist ein enger Vertrauter von Dieter Schwarz, Gründer und Eigentümer des Konzerns.

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