Stadt Vellberg investiert in Breitbandversorgung - Wahlstammtisch am Dienstag

Für ein zukunftsfähiges Breitbandnetz muss Vellberg in moderne Datenleitungen investieren. Heute entscheidet der Gemeinderat, ob das Gewerbegebiet Talheim demnächst Glasfaserkabel bekommt.

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  • An den Verteilerkasten auf dem Vellberger Kreuzäckerplatz sind Glasfaserkabel gelegt. Noch in 600 Metern Entfernung können Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Foto: Sigrid Bauer 1/2
    An den Verteilerkasten auf dem Vellberger Kreuzäckerplatz sind Glasfaserkabel gelegt. Noch in 600 Metern Entfernung können Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Foto: Sigrid Bauer
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"Für eine Kommune im ländlichen Raum mit unserer Struktur haben wir eine relativ gute Versorgung", meint Bürgermeisterin Ute Zoll. Die Grundversorgung mit einem Megabit pro Sekunde könne überall in der Gemeinde angeboten werden, wenn auch nicht immer per Kabel. Die kleinen Teilorte Lorenzenzimmern, Merkelbach, Schneckenweiler und Eschenau werden seit gut einem Jahr über die LTE-Funktechnik mit etwa 10 Megabit pro Sekunde versorgt. Je nach Anzahl der gleichzeitigen Nutzer reduziert sich hier aber die Übertragungsgeschwindigkeit.

"Ein Megabit reicht auf die Dauer einfach nicht. So sind wir nicht zukunftsfähig", stellt die Vellberger Rathauschefin klar. Das Problem sei, dass die Netzanbieter in ländliche Regionen nicht mehr investieren, weil das für sie unwirtschaftlich ist. Jetzt müssten die Gemeinden auf eigene Kosten Leitungen verlegen lassen, denn eine angemessene Breitbandversorgung gehöre heute zur Daseinsvorsorge.

Die bestehenden Kabel sind noch aus Kupfer

"Das haben auch Bund und Land erkannt", so Zoll. Deshalb bekommen die Kommunen dafür Zuschüsse. Rund 10.000 Euro hat Vellberg für die Breitbanderschließung des Neubaugebiets Kreuzäcker erhalten, der Anteil der Stadt lag bei fast 36.000 Euro.

Östlich der Bucher Straße lagen schon Leerrohre für Glasfaserkabel. Die sind samt Glasfaserkabel unter der Straße hindurch bis zu einem Kabelverzweiger am Kreuzäckerplatz verlängert worden. "Zukünftig können von dort aus Glasfaserkabel bis in die Häuser verlegt werden", erklärt die Bürgermeisterin. Die bestehenden Kabel sind noch aus Kupfer.

Dort, wo die Netzbetreiber zu wenige Kunden anschließen, um allein mit den Gebühren genug Profit zu machen, fordern sie von den Gemeinden noch einen Extra-Betrag: 14.000 Euro waren das für das Baugebiet Kreuzäcker. Die Stadt musste davon 8400 Euro übernehmen, den Rest deckte ein Landeszuschuss.

In der Schloßgartenstraße ist die Stadt in Vorleistung gegangen und hat 42.000 Euro in ein zukunftsfähiges Glasfasernetz investiert, allerdings fehlt bisher ein Betreiber. Für diesen Bereich hat die Gemeinde bereits einen sogenannten Breitbandplan mit allen Leitungen und Verzweigungen erstellen lassen. Derzeit entsteht eine solche Übersicht für die ganze Gemeinde. Der Plan dient als Grundlage für spätere Leitungsverlegungen. "Wir arbeiten hier interkommunal mit Wolpertshausen und Ilshofen zusammen, weil wir dann Zuschüsse bekommen", erklärt Zoll. Die Haller Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG unterstütze die Gemeinden dabei.

Schnelle Datenleitungen führen derzeit in das Gebiet rund um die Markgrafenallee, nach Talheim in den Ort und die Siedlung sowie auf den Dürrsching. In seiner Sitzung am Donnerstag entscheidet der Gemeinderat, ob die Gemeinde das Gewerbegebiet in Talheim mit Glasfaserkabel ausrüstet. Was die Versorgung der kleinen Teilorte angeht, hofft Ute Zoll, dass bei der "LTE-Technik das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist". Auf die Dauer sei die jetzige Übertragungsrate zu niedrig, stellt sie fest.

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