Spuren einer langen Partynacht

Scherben, Becher und Taschentücher, dazwischen ein USB-Stick. Was Dominik Metz auf dem Grasbödele zusammenrecht, sind die Überbleibsel des Dienstags.

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Dominik Metz, Praktikant des städtischen Werkhof, räumt den Müll, der nach der Party von Abiturienten am Dienstag auf dem Grasbödele hinterlassen wurde, weg.  Foto: 

Der Müll zeugt von der feuchtfröhlichen Party von Abiturienten, die ihre letzte Prüfung geschrieben haben. Verlernt haben einige aber wohl, denn Müll ordentlich zu entsorgen, beispielsweise in die vom städtischen Werkhof bereitgestellten Mülleimer.

„Ich kam heut um 6 Uhr hier an“, sagt der 21-jährige Werkhof-Praktikant, der nun die Folgen der langen Party alleine ausbaden darf. „Überall lagen Flaschen herum, Müllsäcke waren aufgerissen, der Inhalt verstreut.“ Sein Kollege habe bereits vier volle Säcke abgeholt, die Dominik Metz am Mittwochvormittag neu gefüllt hat. „Das ist unter aller Sau! Die Mülleimer standen doch am Dienstag schon da, wieso benutzt man die nicht?“

Für etwas Erheiterung sorgt dann ein etwas verdutzter junger Mann, dem die Eskapaden des Vortages wohl anzusehen sind – ob er überhaupt etwas mit den geschwollenen Augen erkennen kann? „Hast Du heute einen Schlüssel gefunden?“, will der Torkelnde wissen. „Nein, nur Müll. Heute früh hatte schon ein Mädchen danach gefragt“, antwortet der Praktikant in Orange. Dann packt der junge Mann, der nach eigenen Angaben kein Abi geschrieben, sondern „einfach so mitgefeiert hat“, ein halbes Handy heraus. Akku und Deckel fehlen. „Hast du den Rest gesehen?“ Dominik Metz schüttelt den Kopf. Dann greift er wieder seinen Rechen, fegt weiter Müll zusammen. „Bis 12 Uhr habe ich Zeit.“ Was der Praktikant nicht weiß: Am Nachmittag wird Halls Vorzeige-Grün erneut eingenommen: von den Abiturienten der beruflichen Gymnasium, die ihre letzte schriftliche Prüfung feiern.

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