Spielplätze: Workshop für Kinder

Über eineinhalb Stunden fragen Bürger OB Pelgrim und Fachbereichsleiter Klink beim Forum im Haus der Bildung. Es geht um nachhaltige Nutzung von Flächen und Beteiligung der Bürger am Wachstumskurs.

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60 Prozent der Anbauflächen für Lebensmittel seien bereits außerhalb Deutschlands, der Wachstum des Westens sei die Ideologie des Krebses, macht Matthias Wolf deutlich und mahnt zu schonendem, nachhaltigem Flächenverbrauch auch in Hall. Stadtentwicklung im Kontext demografischen Wandels und gesellschaftlicher Trends werde vor allem dann zur Herkulesaufgabe, wenn sowohl Nachverdichtung, als auch neuer Flächenverbrauch abgelehnt werde, wenn zweigeschossige Bauweise bereits zu viel sei, so Hermann-Josef Pelgrim. Es brauche Dichte für Urbanität, Nahversorgung und kurze Wege. Der Bedarf für Mehrgenerationenwohnen, betreutes Wohnen, bezahlbaren Wohnraum für Ältere, für kleinere Haushalte werde wachsen.

Bei der Innenverdichtung sei eine qualitative Perspektive unter Einbeziehung von Bürgern wichtig, denn es könne nicht alles über Bebauungspläne geregelt werden, ergänzt Peter Klink, Fachbereichsleiter Planen und Bauen. "Im Baugebiet Breiteich gibt es verdichtetes Wohnen. Das wirkt aber steril, eine Nahversorgung fehlt. Es finden sich keine Plätze um zusammenzukommen", sagt Cornelia Christiansen. "Das Baugebiet ist ein Jahr alt. So etwas braucht Zeit, um Qualität zu entfalten. Ein Park ist angelegt, Infrastruktur entsteht", antwortet Klink. Es sei bewusst keine Nahversorgung eingeplant, sondern ein Wegenetz entwickelt worden, da es lediglich 850 bis 1000 Einwohner seien, so Pelgrim. "Bevor es in den Wettbewerb geht, sollten Bürger mit ihren Ideen beteiligt werden", regt Peter Nieschling zur Entwicklung Bahnhofsareal an. Die bestehende Stoffsammlung könne mit einem Bürgerworkshop ergänzt werden, so Pelgrim.

"Wie können wir seelisch-geistige Qualität, die in der Stadt lebt, in neuen Siedlungen umsetzen", fragt ein Bürger und regt ein Projekt zu Wohngemeinschaften an. Er wird von Klink direkt zum Gespräch eingeladen. Der Stadtplaner kündigt im Kontext Bürgerbeteiligung zudem einen Workshop am 6. Februar an. Kinder aus dem Innenstadtbereich sind eingeladen, ihre Ideen beim Thema Spielplatzgestaltung einzubringen.

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