Sonneck in Gottwollshausen erweitert sich: Haus soll im Oktober bezugsfertig sein

Das Hotel Sonneck in Gottwollshausen wird um vier Appartements und zwei Seminarräume erweitert. Zum Richtfest kamen jetzt kamen mehr als 50 Gäste.

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Links hinten der Neubau, rechts hinten die Gäste, vorne die Sonneck-Besitzer: Lothar und Angelika Klenk bei dem Richtfest schräg gegenüber des Hotel-Restaurants.  Foto: 

„Glückwunsch“, sagt Harald Merz. Er schüttelt Angelika und Lothar Klenk die Hände, überreicht ihnen einen Sekt und einen Meterstab. Es sind die Geschenke, die Merz, einer von mehr als 50 Gästen, zum Richtfest in die Hohlgasse 6 mitgebracht hat.

Dort wohnte bis vor wenigen Jahren ein Ehepaar. 2013 starben die Eheleute kurz hintereinander. Später kauften Angelika und Lothar Klenk das 37 Ar große Gelände. Dazu gehörten das Wohnhaus, die Scheune, das Backhäusle, eine Garage und eine Wiese.

Das Haus wurde abgerissen. Jetzt wird es neu errichtet – als dreigeschossiges Gebäude mit vier Appartements und zwei Tagungsräumen. Die Appartements richten sich an zwei Arten von Besuchern. Zum einen  an Geschäftsleute, die in der Stadt Fuß fassen wollen und für die ersten Monate ein Domizil in der Stadt benötigen. Die Appartements können aber auch von Urlaubsgästen gebucht werden.

Die beiden behindertengerechten und laut den Besitzern mit „modernster Technik“ ausgestatteten Seminarräume fassen jeweils etwa 20 Personen. „Die Planer für Tagungen und Seminare brauchen für weniger Gäste mehr Platz und absolute Ruhe und trotzdem noch extra Platz für Kaffeepausen und Mittagessen. Und sie brauchen noch Rückzugsorte für Gruppenarbeit“, sagt Angelika Klenk.

Die Tagungsräume seien so groß, dass kleinere Gruppen sich darin aufteilen könnten, ohne sich gegenseitig zu stören, so Lothar Klenk. Die Tagungsteilnehmer können auch ins Grüne, wenn das Wetter passt. Klenk: „Unser Gedanke war, dass Wiesen auch Inspirationsorte sein können.“ Zu dem Gelände des Hotelbetriebs gehört auch eine etwa 20 Ar große Wiese.

Die Besitzer nutzen erneuerbare Energien: Das Gebäude ist laut den Klenks mit Pelletheizung und Fotovoltaikanlage ausgestattet.

An den Arbeiten waren die Firmen Treml aus Sulzdorf und Kugele aus Gailenkirchen beteiligt. Zum Richtfest hatten die Gastronomen auch die Nachbarn eingeladen. „Wir sind kein leiser Betrieb“, aber das Verhältnis mit ihnen sei gut, „die Nachbarn haben immer Verständnis für uns gehabt, darauf bin ich sehr stolz“, sagt Lothar Klenk. Einer der Nachbarn bezeichnet das Sonneck als ein „Symbol“ des Orts. Es sei schon früher Anlaufstelle für Jugendliche gewesen, der Ort, zu dem man nach dem Fußball gegangen sei, an dem man das erste Bier getrunken habe und wo man zum Ausgehen gestartet sei, so der 50-Jährige.

„Das Sonneck ist eine gute und wichtige Einrichtung in unserem Ort“, sagt auch Ortsvorsteher Hartmut Pawlitzki. In Zeiten, in denen „eine Wirtschaft nach der anderen“ verschwinde, sei es umso wichtiger, dass es einen solchen Treffpunkt wie das Sonneck gebe – einen Ort, „wo man abends hingehen und ein Bier trinken kann“.

Erweiterung kostet insgesamt 1,5 Millionen Euro

Zahlen „2015 hatten wir mehr als 13 000 Übernachtungen“, sagt Angelika Klenk vom Hotel-Restaurant Sonneck in Gottwollshausen. Die Auslastung in dem Haus betrage 72 bis 75 Prozent. Das heißt: Über 365 Tage hinweg sind 72 bis 75 Prozent der Zimmer im Sonneck belegt. Der Umsatz aus diesen mehr als 13 000 Übernachtungen mache knapp ein Drittel des Gesamtumsatzes (knapp zwei Millionen Euro) der Firma Sonneck Gaststättenbetrieb aus. Der größte Teil (mehr als 1,2 Millionen Euro) setze sich aus dem Verkauf von Speisen und Getränken zusammen. „Das ist hart erwirtschafteter Umsatz mit sehr hohen Personalkosten in Küche und Service“, sagt Klenk.

Erweiterung Bereits in den Jahren 1995 und 2010 vergrößerte sich das Sonneck. „Wir sind mit der Stadt und mit dem Markt gewachsen. Die Nachfrage war da“, sagt Besitzer Lothar Klenk. Die Erweiterung in diesem Jahr  kostet insgesamt 1,5 Millionen Euro – der Neubau allein etwa eine Million Euro.

Kinder Der Nachwuchs der Klenks ist auch in den Betrieb eingestiegen: Patrick Klenk (31)  und seine ein Jahr jüngere Schwester Stefanie Stöcker.                 wd

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