Seefest vom Angelsportverein Gnadental – Nicht nur mit der Angel unterwegs

Der Angelsportverein Gnadental hat sein Seefest gefeiert. Lampions und Kerzen sorgten fürs Romantische, gutes Essen und Fußball für den Rest zum Glück.

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Vorwiegend nachgefragt beim Seefest in Gnadental: geräucherte Forelle. Bedienung Sorina Kos hatte alle Hände voll zu tun.  Foto: 

„Vergangenes Jahr hatten wir um diese Zeit 36 Grad und kamen aus dem Schwitzen gar nicht heraus“, meinte am Samstag Vasco Brönner, der zweite Vorsitzende des Vereins und für die Organisation des Festes zuständig. „Dieses Jahr haben wir gleich zwei Handicaps: es hat nur 17 Grad und wir haben die EM.  Mal sehen, wie viele Gäste wir heute bekommen.“ Als er das sagte, war’s gerade mal 18 Uhr und das Zelt am Limbachsee sowie die Tische und Bänke zwischen Zelt und See noch lange nicht voll besetzt. Doch die, die schon da waren, hatten ihr Vergnügen am guten Essen: vor allem geräucherte Forelle war zu diesem Zeitpunkt gefragt.

„Nein, die Forellen fürs Fest kommen nicht aus unserem See“, meinte Brönner, „Wenn wir die 300 Stück, die wir im vergangenen Jahr gebraucht haben, alle auch noch selber angeln würden, kämen wir mit der Organisation gar nicht hinterher.“ Die Fische kämen von einem Lieferanten aus der Region.

Zu den Angelgewässern des Vereins gehören neben dem Limbachsee mit der vereinseigenen Hütte auch der Stausee oberhalb Gnadentals und das Flüsschen Bibers bis hinunter nach Michelfeld. Gewässer, um die sich der Verein nicht nur mit der Angel kümmert. „Alle Vierteljahr sind wir mit einem Arbeitstrupp aus Vereinsmitgliedern unterwegs, kümmern uns auch ums Umfeld der Gewässer“, erzählt Brönner. Der mittlerweile hinzugekommene erste Vorsitzende Ulrich Butz, der zu den Gründungsmitgliedern des jetzt 40 Jahre existierenden Vereins gehört ergänzt: „Wir mähen Böschungen und Angelplätze, beschneiden  Büsche und Bäume, kontrollieren die Wassergüte, beseitigen Unrat, setzen auch an angebrachten Stellen mal Schilf oder Seerosen.“ Man mache viel für die Gewässerpflege.

Der Erfolg gibt den 95 Vereinsmitgliedern recht, denn neben den eingesetzten Fischen leben eine ganze Menge natürlich vorkommende Fische in Bibers, Stausee und Limbachsee. Darunter die kleinen Elritzen – das sind Futterfische für Hecht und Zander –, aber auch Forellen, Karpfen, Döbel, Schleien, Rotaugen, Rotfedern und sogar Aale. „Wir haben eine gut ausgewogene Fauna in unseren Gewässern“, so Butz.

Beim Fest selbst wird zwar zwischen den Anglern und Gästen auch gefachsimpelt, während man sich das Essen schmecken lässt, aber nicht nur. Es ist halt ein Fest nicht nur für Angler, sondern für die gesamte Bevölkerung – vor und nach dem spannendsten Fußballspiel des Jahres. Immerhin, so ein Besucher: Fischen und Fußball haben eines gemeinsam, nämlich die Frage: „Was zappelt im Netz?“

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