Schwarze E-Mobilitätshilfe für Grünen-Abgeordneten

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Jochen Korte zum aktuellen Bundestagwahlkampf und zur Getreideernte  Foto: 

Schnell geschaltet hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten. Da lamentiert sein Abgeordnetenkollege Harald Ebner von den Grünen beim Wahlforum der drei Kreiszeitungen in Ilshofen, dass er keinen Autohändler gefunden hat, der ihm ein Elektromobil anbieten konnte. Deshalb fährt Ebner einen Opel Meriva mit Dieselantrieb, aber mit Euro-6-Norm, wie er versichert. Da kommt der Freiherr ganz locker vom Hocker daher und bietet ihm seinen Elektro-Zweitwagen der Marke Tesla an und stellt Ebner das Gefährt tags drauf tatsächlich vor die Kirchberger Haustür. Da bleibt dem Grünen gar nichts anderes übrig, als die Leihgabe anzunehmen. Von Stetten ist auch weiterhin voll elektrisch  unterwegs, mit einem Luxusschlitten ebenfalls aus der Tesla-Schmiede. Der Politiker fährt übrigens voll ökologisch, denn er tankt Strom aus eigener Fotovoltaikanlagen-Produktion. Das entspricht auch seinen Vorstellungen der Energiewende: Gefördert werden sollten diejenigen, die den regenerativ erzeugten Strom auch selbst verbrauchen. Und nicht irgendwelche Investorenmodelle. „Selber erzeugte Energie macht unabhängig“, so von Stetten.

Den Umgang der Kandidaten untereinander kann man nur als fair bezeichnen. Von Anfang an hat es im Wahlkampf von keiner Seite Schläge unter die Gürtellinie gegeben. Dass die drei Polit-Profis ihr Handwerk beherrschen, steht fest. Von Stetten, Sawade und Ebner arbeiten in ihren Fraktionen an entscheidender Stelle mit und sind firm in fast allen Themen. Youngster Valentin Abel (FDP) ist mit seinen Ansichten und Ausführungen beim Publikum positiv aufgefallen. Dem Landesvorsitzenden der Jungen Liberalen Baden-Württemberg eine gute Karriere bei der FDP zu prognostizieren, fällt nicht schwer. Doch auch Kai Bock (Linke) und Stefan Thien (AfD) können ihr Wort machen. Ihr Einsatz bei den ungezählten Talkrunden auch zu fachspezifischen Themen wie beispielsweise Verkehr, Gesundheit oder Landwirtschaft verdient Anerkennung. Da muss man sich erst einmal einarbeiten und kann nicht wild drauflosplappern.

Die Hohenloher Bauern sind bei der Ernte noch mit einem blauen Auge davongekommen. So katastrophal wie im Norden, wo das Korn teilweise auf den nassen Feldern verfaulte, war es hier nicht. Zumindest aus hiesiger Sicht wirkt die Forderung des Grünen-Bundestagsabgeordneten Harald Ebner, die Unwetterschäden als „Katastrophe nationalen Ausmaßes“ zu werten, überzogen. Da wären regional zugeschnittene Hilfen wohl eher angebracht.

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