Schwan vom Grasbödele ist tot

Er hatte ein gutes Leben, der stolze Höckerschwan von Schwäbisch Hall. Während er zwischen Henkersbrücke und Ackeranlagen sein Revier auf und ab schwamm, wurde er von Kindern hingebungsvoll gefüttert und von Erwachsenen respektvoll bestaunt.

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Stolz und schön präsentiert sich der Schwan Anfang Januar 2015 am Sulfersteg. Vier Monate später treibt er leblos den Kocher hinab.  Foto: 

Er hatte ein gutes Leben, der stolze Höckerschwan von Schwäbisch Hall. Während er zwischen Henkersbrücke und Ackeranlagen sein Revier auf und ab schwamm, wurde er von Kindern hingebungsvoll gefüttert und von Erwachsenen respektvoll bestaunt. Am Grasbödele war er stets der Chef in Ring. Ging er an Land, nahmen die frechen Enten reißaus.

Doch am 9. April nahm das Leben des Schwans ein jähes Ende. Vermutlich bei einem Revierkampf mit einem Rivalen wurde er schwer verletzt. Als ihn Angler gegen 19 Uhr an den Ackeranlagen schon fast regungslos den Kocher hinab treiben sahen, wählten sie sofort die 110. Doch auch die Polizisten konnten nichts mehr ausrichten. Als sie eintrafen, vermochte der Schwan seinen langen Hals nicht mehr über Wasser zu halten. Schließlich verschwand er flussabwärts aus dem Blickfeld der Beobachter. Ob sein Kadaver mittlerweile gefunden wurde, ist nicht bekannt.

Nach seinem Tod scheint es unwahrscheinlich, dass es in diesem Jahr Schwanen-Nachwuchs in Schwäbisch Hall geben wird. Denn Schwäne brüten oft ihr ganzes Leben mit dem selben Partner. Letzterer wurde Anfang dieser Woche einsam schwimmend am Unterwöhrd gesichtet.

Höckerschwäne verteidigen meist erbittert ihr Revier. Bei Verletzung des Territoriums enden Kämpfe nicht selten tödlich.

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