Schülern stellen im Pahl-Museum aus

Die Zehntklässler der Helmut-Rau-Realschule präsentieren seit Freitag im Pahl-Museum Arbeiten aus dem Kunstwahlfach. Der Freundeskreis des Museums hat zahlreiche Besucher zur Saisoneröffnung begrüßt.

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Mainhardter Realschüler stellen im Pahl-Museum Bilder aus, die im Kunstunterricht entstanden sind.  Foto: 

Die Saisoneröffnung im Pahl-Museum in Gailsbach ist traditionell mit Weißwürsten und großem Kuchenbüffet gefeiert worden. Die Zweimann-Kapelle "Glücks-Klee`s" aus Bubenorbis untermalte das Beisammensitzen mit geselliger Ziehharmonika-Musik.

Mit der neuen Saison wird auch eine Ausstellung von Arbeiten Mainhardter Realschüler eröffnet. Der Auftrag für die Schüler war, sich mit der Arbeitsweise eines Künstlers ihrer Wahl zu beschäftigen. In eigener Arbeit entstanden dann Kopien von Werken von Franz Marc, Keith Haring, Georgia O'Keeffe, Jean Dubuffet und vielen weiteren Künstlern.

Zu sehen sind hauptsächlich moderne Arbeiten, was auf den Stil der Kunstlehrerin deuten könnte, vermutet Udo Kallina vom Freundeskreis des Pahl-Museums. Ihm liegt die Zusammenarbeit mit der Mainhardter Schule sehr am Herzen. "Die Schüler sollen zur Geltung kommen und ein Podium finden, um sich zu präsentieren", sagt er. Im zweiten Jahr infolge finden die Arbeiten der Zehntklässler Platz im Pahl-Museum.

Kallina ist seit der Gründung 2011 Mitglied im Freundeskreis. "Wir sind eine lose Gemeinschaft aus Freunden, die sich für den Erhalt des Pahl-Museum stark macht", erzählt er. Die etwa 30 Mitglieder des Freundeskreises hätten das ganze Jahr über zu tun. Umbauarbeiten und die Instandhaltung des Gebäudes übernähmen die Mitglieder selbst, lediglich das Material werde von der Gemeinde oder durch Spenden zur Verfügung gestellt. Es würden Ausstellungen geplant und organisiert. Auf die Unterstützung der Mitbürger sei immer zu zählen, berichtet das langjährige Gemeinderatsmitglied. "Wir haben eine gute Beziehung zur Gemeinde und unserem Bürgermeister. Man merkt, dass allen etwas am Pahl-Museum liegt", sagt Kallina.

Vor 40 Jahren errichtete der Stuttgarter Künstler Manfred Pahl das Gebäude, um darin seine Kunstwerke auszustellen. Der facettenreiche Künstler konnte schon zu Lebzeiten von seiner Kunst leben und wohnte zeitweise in den Ausstellungsräumlichkeiten, um sich dem Malen vollkommen zu widmen, berichtet Kallina. Eine bunte Mischung aus Landschaftsbildern, Stillleben, Porträts und Aktzeichnungen sind in Gailsbach ausgestellt.

Das Gute liegt oft so nah

"Uns gefällt die Ausstellung hier richtig gut, deshalb sind wir auch bei jedem Fest des Freundeskreises dabei", erzählt Roselies Schoch strahlend. Sie wohnt im Ort und kommt mit ihrer "Truppe", wie sie ihre Freunde selbst nennt, gerne auf Kaffee und Kuchen im Pahl-Museum vorbei. Auch Familie Guilliard aus Seehäuser ist begeistert. Sie kommen gerne mit Besuch oder bei Ausstellungen vorbei. "Man fährt oft weit weg und dabei ist das Nahe so gut", erzählen sie.

Trotz verregnetem Feiertag rechnet Kallina mit etwa 250 Besuchern, die sich die Saisoneröffnung nicht entgehen lassen wollten. "Vielleicht locken wir die Menschen ja mit einem trockenen, warmen Plätzchen zu uns", sagt er schmunzelnd.

Info Am 17. Mai endet die Schülerausstellung mit einer Finissage. Anschließend ist eine Ausstellung von August Lechner geplant.

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