Schnelles Internet: Neuer Plan gegen Lücken

Lediglich in drei von 30 Kommunen haben alle Wohnplätze schnelles Internet. Mit einer neuen Glasfasergrobplanung sollen nun die Voraussetzungen geschaffen werden, um die Lücken vollends zu schließen.

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Bündelung von Glasfaserkabeln: Mit einer landkreisweiten Glasfasergrobplanung sollen nun die Lücken beim schnellen Internet geschlossen werden. Archivfoto: dpa

Michelbach/Bilz, Obersontheim und Wolpertshausen müssten mit schnellem kabelgebundenem Internet versorgt sein. In 190 Wohnplätzen gebe es dagegen keine kabelgebundene Grundversorgung. "Um die Breitbandversorgung im Landkreis Hall nachhaltig zu verbessern und das Verfahren für weitere Förderanträge zu vereinfachen, ist eine landkreisweite Glasfasergrobplanung zu empfehlen", verweist Landrat Gerhard Bauer auf die Vorlage in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik im Landratsamt.

Seit 2009 sei die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) als Dienstleister im Bereich des schnellen Internets für die Kommunen tätig. Für jeden Teilort im Landkreis werde mindestens ein Übergabepunkt an ein Glasfasernetz geplant. Profitieren würden alle Städte und Gemeinden, künftige Planungen würden dadurch vereinfacht, Mitverlegungsmöglichkeiten begünstigt. Eine solche Glasfasergrobplanung bilde somit eine hervorragende Grundlage für weitere Ausbauschritte in den Kommunen, um beispielsweise Glasfaser in jedes Gebäude zu bekommen. Voraussichtliche Kosten: zwischen 70.000 bis 100.000 Euro.

"Warum kostet das soviel, wenn es bereits eine Vorplanung gibt? Wie geht's konkret weiter?", fragt Kreisrätin Ute Zoll (CDU). "Das sind Richtwerte von Unternehmen, die so eine Planung erstellen. Sobald diese fertig ist, werden bei Straßenbaumaßnahmen gleich Leerrohre mit-verlegt, um die Lücken im Glasfasernetz nach und nach zu schließen", antwortet Heinz Kastenholz für die WFG. Kreisrat Rudolf Michl (SPD) sieht unversorgte Wohnplätze als Ärgernis, es müssten rechtliche Grundlagen geschaffen werden, um die Telekom dazu zu verpflichten die vorhandene Infrastruktur für schnelles Internet zu nutzen. Kreisrätin Annette Sawade (SPD) regt an, konkrete Problemfälle mit der Telekom direkt an sie zu schicken. Die Bundestagsabgeordnete möchte dies dann auf Bundesebene im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur positionieren, dessen Mitglied sie ist.

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