Fahrplanänderung im Kreis Hall: Häufiger in die Hauptstadt

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag verbessern sich für die meisten Menschen im Landkreis die Verbindungen nach Stuttgart. Auch bei den Buslinien gibt es Änderungen.

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Der neue Metropol-Express steht im Stuttgarter Hauptbahnhof zur Abfahrt nach Crailsheim bereit. Vereinzelt wurden die „Hamsterbacken“, wie die Bahn die Züge vom Typ „Talent 2“ nennt, schon auf der Murrbahn eingesetzt. Ab Sonntag fahren sie dort regelmäßig.  Foto: 

Stuttgart im Halbstundentakt: Für Bahn-Fahrgäste aus Gaildorf wird das ab Sonntag Realität. Die Haller und Crailsheimer müssen auf solchen Komfort zwar noch warten, aber auch sie haben Vorteile aus dem neuen Fahrplan. So gibt es neue Nachtverbindungen, mehr durchgehende Züge ohne Umstieg in Backnang, und die Fahrzeit von Crailsheim nach Stuttgart verringert sich um etwa 15 Minuten, weil die bisherige Wartezeit in Hessental entfällt. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge in Crailsheim ändern sich kaum, aber in Hessental und Gaildorf fahren die Züge früher ab und kommen aus Stuttgart später dort an. Die Anschlüsse an Busverbindungen werden entsprechend angepasst.

Anschluss-Bus nach Hall

Deshalb kommt der Halbstundentakt von und nach Stuttgart auch Fahrgästen zum Beispiel aus Rosengarten und dem Haller Westen zugute, die in Gaildorf in den Bus der Linie 16 umsteigen können. Die Linie 16 in umgekehrter Richtung startet in Hall am ZOB und hält ab Sonntag auch am Schafen Eck und am Bahnhof Hall, um den Anschluss von und nach Heilbronn zu gewährleisten.

Halt entfällt in zwei Orten

Es gibt aber auch Kreisbewohner, für die der neue Fahrplan Nachteile bringt: So muss bei vielen Zugverbindungen auf den Halt in Fichtenberg und Fornsbach verzichtet werden, um auf der ein­gleisigen Strecke die Taktzeiten ein­­halten zu können. Zudem entfallen im Busverkehr schnelle Direktverbindungen der Linie 16 zwischen der Bausparkasse Hall und Gaildorf über Michelbach. Die Fahrtzeiten im Bus über Rosengarten sind 13 Minuten länger.

Mehr Komfort im Zug

Der Zug, mit dem man künftig von Hessental  nach Stuttgart fahren kann, am Wochenende sogar weiter bis nach Konstanz, bekommt neue Wagen des Typs Talent 2 von Bombardier, die von der Bahn liebevoll als „Hamsterbacken“ tituliert werden. Die alten „Silberlinge“ werden also aussortiert, und Bahnkunden müssen nicht mehr befürchten, dass sie an ihrem Zielbahnhof die Tür nicht aufbekommen. Auch sonst verspricht die Bahn für die neuen Wagen mehr Komfort: Klimaanlage, WLAN, Steckdosen, barrierefreier Zugang und barrierefreie Toiletten, großzügige Sitzabstände und viele Fahrradstellplätze.

Außerdem will das Land ab Ende 2018 schrittweise einen einheitlichen Tarif für Baden-Württemberg einführen, so dass Fahrgäste mit nur einem Ticket auch die Busse zum und vom Bahnhof nutzen können. Das ist zwar noch Zukunftsmusik, aber bereits jetzt erfüllen das Metropol-Ticket und das Baden-Württemberg-Ticket eine ähnliche Funktion.

Bessere Umstiege in Stuttgart

Reisende auf der Murrbahn haben es künftig angenehmer, wenn sie in Stuttgart in Fernverkehrszüge umsteigen wollen. Da wurden bisher viele Verbindungen wegen nur weniger Minuten verpasst und man musste bis zu einer Stunde warten.  Nun können Anschlüsse in viele Richtungen bequem erreicht werden, verspricht Dieter Albrecht, Liniennetzplaner beim Kreisverkehr. Dies gilt auch für die Gegenrichtung.

Bei den anderen Bahnstrecken im Landkreis gibt es kaum Änderungen: Die Züge in die Richtungen Nürnberg, Heilbronn, Aschaffenburg und Aalen fahren weitgehend unverändert. Beim Intercity von Karlruhe nach Nürnberg über Stuttgart und Crailsheim werden Taktlücken geschlossen.

Viele Umleitungen

„Die vielen Baustellen machen uns Probleme“, sagt Dieter Albrecht. So bleibt die Orlacher Steige von Braunsbach in Richtung Langenburg noch bis Mitte nächsten Jahres gesperrt, die Busse müssen knapp zehn Kilometer Umwege fahren. Auch die Ortsdurchfahrt Wallhausen ist derzeit wegen einer Baustelle gesperrt. Die Ersatzfahrpläne der Linien 55, 65 und S10 gelten deshalb über den Fahrplanwechsel hinaus bis voraussichtlich 22. Dezember.

Neue Haltestellen

Während es in den Bereichen Schwäbisch Hall und Gaildorf in diesem Jahr viele Änderungen im Busverkehr gibt, bleiben die Fahrtzeiten in Crailsheim und im nördlichen Landkreis weitgehend unverändert. Es gibt aber ein paar neue Haltestellen, zum Beispiel in Crailsheim bei der Firma Bosch an der B 290 (seit Sommer in Betrieb) und in der Goldbacher Straße sowie in Gründelhardt an der Gaildorfer Straße und am Rathaus.

Früher nach Mainhardt

Auf der Linie 20 des Kreisverkehrs gibt es künftig an Schultagen eine frühere Verbindung von Hall nach Mainhardt (6.02 Uhr ab ZOB), und montags bis freitags gibt es einen zusätzlichen Bus um 19.50 Uhr wieder zurück.

Info In der Adventszeit gibt es Sonderangebote für Nahverkehrs-Fahrgäste. So können an allen Adventssamstagen alle Busse im Landkreis Hall kostenlos genutzt werden. Rufbusse sind ausgenommen. Und beim Heilbronner Nahverkehr gelten die Gesamtnetz-Tageskarten bis Hall für die Adventssamstage auch am Sonntag.

Das 596 Seiten starke Fahrplanbuch des Kreisverkehrs Schwäbisch Hall gibt Auskunft über alle Bahn-, Bus- und Rufbus-Verbindungen im Landkreis. Es ist kostenlos erhältlich. Es liegt in den Rathäusern, in Banken und Sparkassen, in den DB-Reisezentren, in den Bussen und in den Kundenbüros des Kreisverkehrs aus.

Die Kundenzentren des Kreisverkehrs in Hall am Spitalbach 20 und in Crailsheim in der Karlstraße 15 sind montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen und alle im Fahrplanbuch enthaltenen Fahrpläne zum Download gibt es online auf kreisverkehr-sha.de. Infos zu Verbindungen über den Landkreis hinaus findet man auf www.bahn.de und auf www.efa-bw.de

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