Verpackungsmesse: Flexibilität ist für Maschinenbauer gefragt

Die Anforderungen ändern sich angesichts Vernetzung und Datenaustausch. Potenziellen Kunden zeigen sich die heimischen Aussteller auf der Leitmesse Interpack von ihrer besten Seite. Allerdings wird nicht alles gezeigt.

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Optima-Chef Hans Bühler zeigt einer Delegation aus dem Landkreis die neueste Technik des Unternehmens. Diese läuft hinter Scheiben, die sich mittels Elektrotechnik undurchsichtig stellen lassen.  Foto: 

Gefragt ist heutzutage weniger die Maschine, die eine hohe Anzahl von Produkten möglichst schnell verpacken kann. Es geht inzwischen darum, die Anzahl und die Größe der zu verpackenden Waren möglichst schnell zu ändern. Im besten Fall muss dazu nicht mehr zum Schraubenschlüssel gegriffen werden, um die Maschine umzurüsten. Elektronische Steuerungen besorgen das inzwischen. Oft kostet das keine Zeit mehr. Tempo und Flexibilität sind die großen Themen der Maschinenbauer, die sich bis heute noch auf der bedeutendsten Messe der Verpackungsbranche in Düsseldorf zeigen. Die Vernetzung von Maschinenkomponenten und Werkstoffen sowie eine rasche Datenanalyse schaffen neue Möglichkeiten. Man spricht von Industrie 4.0.

Hans Bühler, Gesellschafter und Geschäftsführer der Haller Optima-Gruppe, macht deutlich, dass es allerdings nicht allein darauf ankommt, möglichst schnell zu sein – oder möglichst flexibel. Je nach Anforderung muss die Steuerung der Maschine das jeweils am besten passende Verhältnis finden.

Dazu haben die beiden großen Spezialmaschinenbauer im Haller Land, Optima und Bausch+­Ströbel, unterschiedliche Ansätze gefunden. Letztendlich lassen sich allenfalls einzelne Bereiche dieser beiden Unternehmen vergleichen. Während Bausch+Ströbel seinen eindeutigen Schwerpunkt auf Anlagen für die pharmazeutische Industrie hat, ist Pharma für Optima nur eine von vier Divisionen. Die anderen drei: Nonwovens (Vliesstoffe wie Windeln und Damenhygiene), Life Scienes (medizinische Produkte wie Pflaster) und Consumer (Lebensmittel, Chemie, Kosmetik).

Mit beeindruckend großen Ständen empfangen die Unternehmen ihre Besucher. Dabei sind sie nicht bereit, jedem alles zu zeigen. Sie wissen: Die Konkurrenz schläft nicht. Optima zeigt Teile ihrer fortschrittlichen Technik beispielsweise in Boxen, in die man von außen nur schauen kann, wenn die Scheiben zuvor mit einem Chip umgeschaltet wurden – von undurchsichtig auf durchsichtig.

Bausch+Ströbel verfolgt ein anderes Konzept: Einige Maschinen sind für jedermann frei zugänglich. Wer einen etwas tieferen Einblick erhalten will, wird in den inneren Bereich des Messestands gebeten. Dieser ist nach außen hin abgeriegelt. Die Unternehmen geben ungern Details preis, insbesondere die Abläufe, wenn die Maschinen laufen, gelten als sensibel.

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