Schlachtross und Filmpferd

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Nadja Liebig bereitet sich mit Miss Finja Wonder auf den Auftritt beim Gaildorfer Pferdemarkt vor.  Foto: 

Stonefield Sir Ivanhoe, Miss Finja Wonder, Cheyenne und ihre Kollegen trotten in der Halle des Reit- und Fahrvereins Gaildorf geduldig im Kreis herum. Diesmal liegt eine festliche Stimmung in der nach Pferden duftenden Luft: Es ist Generalprobe für ihren Auftritt im Showprogramm des 81. Gaildorfer Pferdemarkts am Sonntag gegen 11.30 Uhr in der Reithalle. Die Reiter des Vereins und ihre edlen Rösser treten nicht jedes Jahr in Erscheinung: „Wir müssen arbeiten, weil wir für die Verköstigung der Gäste zuständig sind“, nennt Vereinschefin Andrea Liebig, die mit Pferden und Familie in Rosengarten lebt, einen guten Grund für die Zurückhaltung ihrer Leute. Doch nun haben die Veranstalter so nett um einen Beitrag der Hausherren gebeten …

Drei Jahre ist der letzte Einsatz her. Für kommenden Sonntag haben sich die Westernreiter des Vereins Siegfried Engel als Conferencier geholt. In lustigem Dialog mit seiner zwölfjährigen Enkelin Leonie wird der stadtbekannte Nachtwächter und Schlossführer dem Publikum eine Auswahl besonderer vierbeiniger Vereinsmitglieder präsentieren.

Küsschen ausgetauscht

Zur Probe hat Andrea Liebig geladen, damit die Beautys mit dem langen Gesicht vor dem gemeinsamen Auftritt herausfinden können, was sie voneinander halten. Denn auch wenn sie im gleichen Verein sind, so pflegen sie doch eher selten direkten Umgang miteinander. Aber alles geht gut. Die Tiere ignorieren sich freundlich, hie und da wird sogar mal ein Küsschen ausgetauscht.

Dabei sind sie grundverschieden und jedes Pferd für sich ein Preziose. Die Karabagh-Dame Türkan glänzt wie Gold und Kupfer, hat weltweit nur 200 Artgenossen, dafür aber einen vierten Gang. Die Kollegen von Warlander-Stute Cheyenne haben als Darsteller in der Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“ eine Hollywood-Karriere hingelegt. Die Bezeichnung „American Quarter Horse“ rührt von den amerikanischen „Viertelmeilenrennen“ her. Miss Finja Wonder musste sich ihren wahrlich wundervollen Namen in Texas genehmigen lassen, da innerhalb der Rasse Namensgleichheiten unerwünscht sind.

An die Ahs und Ohs seiner Bewunderer längst gewöhnt ist Stonefield Sir Ivanhoe. Wenn der preisgekrönte Shire-Horse-­Hengst die Szene betritt, ist sie voll: mit einem Vertreter der größten Pferderasse der Welt, einst stolzes Streitross, das Ritter samt Rüstung unerschrocken in die Schlacht trug. Wie so oft ist er als Größter und Schwerster auch der Sanftmütigste in der Gruppe. Seinen 1,87 Meter hohen Sattel erklimmt Reiterin Carolin (1,65 Meter) mit Hilfe eines Stuhls. Beatrice Schnelle

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