Sägen, bohren und schrauben

Zwölf Mädchen aus dem Landkreis Schwäbisch Hall und dem Hohenlohekreis haben bei der Projektwoche „MuT – Mädchen und Technik“ mitgemacht.

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In der Werkstatt bei Windmüller GmbH Haustechnik haben die Mädchen Rosen aus Kupfer hergestellt.  Foto: 

Alicia, Anna und Katharina sind sich einig: „Dass wir an der Projektwoche MuT teilnehmen konnten, hat uns echt viel gebracht.“ Ob aus Interesse, aus Neugierde oder als eine Art Ferienprogramm – zwölf Mädchen aus dem Hohenlohekreis und Landkreis Schwäbisch Hall „opferten“ eine Woche ihrer Ferien, um sich mit ihrer eigenen beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen, steht in einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit.

„Unser Ziel ist es, die Mädchen bei ihrer Berufswahl und Zukunftsplanung zu unterstützen. Jugendliche sollten den Beruf erlernen, der sie interessiert und der ihnen gute Chancen bietet. Es ist wichtig, dass sie ausloten, was es für interessante Ausbildungs- und Studienwege gibt. Und dazu gehört auch, dass sie eher ‚frauenuntypischere’ Berufe als mögliche Alternative in Betracht ziehen“, erläutert Monika Kreh, Projektleiterin der Lernenden Region Heilbronn-Franken.

Was kostet das Leben?

Neben dem Kennenlernen stand der Workshop „Was kostet das Leben?“ am ersten Tag auf dem Programm. Dass Mädchen und Technik passt, bewiesen die Schülerinnen an der Reinhold-
Würth-Hochschule in Künzelsau. Sie löteten unter der Regie der TICK Technik-Initiative Campus Künzelsau eine Leuchtdiodenblume, einen Schubladenwächter oder ein Reaktionsspiel.

Welche interessanten technischen Berufe das Handwerk auch für Mädchen anbietet, diese Info erhielten die Teilnehmerinnen bei Windmüller GmbH Haustechnik in Schwäbisch Hall. Mit verschmierten Händen zeigten die Mädchen stolz ihre selbstgemachte Kupferrose.

Am folgenden Tag lud die SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH in Waldenburg zur Betriebsbesichtigung ein. Mit der Unterstützung der technischen Auszubildenden wurde in der Lehrwerkstatt gesägt, gebohrt und geschraubt. Das Ergebnis war ein Schreibtischbutler mit Uhr.

„Familienunternehmen oder Großkonzern“, dies stand am darauffolgenden Tag auf dem Programm. Wem was wohl am besten liegt, konnten die Teilnehmerinnen bei der Eberle Spritzgiesstechnik GmbH und Würth Elektronik GmbH & Co. KG in Niedernhall-Waldzimmern bei einer Betriebsbesichtigung und Vorführung feststellen. „Wie finde ich am sichersten den für mich passenden Beruf?“ und „Wie finde ich den für mich richtigen Betrieb?“, diese und weitere Fragen beantwortete am letzten Tag der Projektwoche Berufsberaterin Katharina Roesch von der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Susanne Ehrmann, Beauftragte für Chancengleichheit in der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, zieht ein positives Resümee: „Es war toll zu sehen, wie interessiert die Mädchen waren. Ich bin überzeugt, dass jede Teilnehmerin etwas für die Planung ihrer beruflichen und privaten Zukunft aus dieser Woche mitnimmt, egal für welchen Beruf sie sich entscheiden wird.“

Zum Abschluss der Projektwoche erhielten die Schülerinnen dann noch ihre Teilnehmerzertifikate.

MuT steht für Mädchen und Technik. Diese Projekttage werden durchgeführt von der Lernenden Region Heilbronn-Franken e.V. und der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Das Projekt bietet Schülerinnen der achten Schulklassen die Möglichkeit, sich in der Welt der technischen Berufe umzuschauen.

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