Rund um Hecke und Beet gibt es unzählige Möglichkeiten, sich sportlich fit zu halten

Ist Gartenarbeit an sich schon Sport? Fragt man die Haller Kleingärtner nach der anstrengendsten Tätigkeit, herrscht weitgehend Einigkeit: Das Umgraben im Herbst erfordert reichlich Ausdauer und beansprucht Rücken- und Armmuskulatur enorm.

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Aber auch das ganz normale Ernten kann durchaus zu einer sportlichen Herausforderung werden: "In manchen Jahren wird alles auf einmal reif, da kommt man gar nicht so recht hinterher und die Ernte wird sehr anstrengend", sagt Wolfgang Brandt, Vorsitzender Gartenfreunde Kreuzäcker. Er weiß: "Fit halten im Alter muss am besten gemächlich vonstatten gehen. Man sollte sich sagen: Gartenarbeit ist just for fun."

Zeit lassen sollten sich Kleingärtner beim Unkrautjäten, sagt Karin Weidling, Chefin des Kleingärtnerbundes Hessental. Sie empfiehlt: Immer eine Pause machen, wenn man merkt, dass es zu anstrengend für den Rücken wird.

Auch Hand-, Ellenbogen- und Kniegelenke müssen einiges aushalten. Arbeitet man länger in Bodennähe, sollte man nicht zu lange gebeugt stehen, sondern sich hinknien, damit der Kreislauf nicht aus der Bahn gerät. Bäume und Büsche stutzen, Hecken schneiden und Obst ernten sind typische Tätigkeiten, bei denen der Kopf längere Zeit gestreckt werden muss. Das beansprucht die Nackenmuskulatur.

Darüber hinaus gibt es unzählige Möglichkeiten, sein eigenes kleines, grünes Reich in ein echtes Fitnessstudio zu verwandeln. Der Untergrund, eine weiche Rasenfläche, ist vor allem für Kinder ideal. Denn auch bei wildestem Herumtollen ist die Verletzungsgefahr hier relativ gering. Aufgrund der begrenzten Größe der meisten Gartenparzellen in der Region sollte man Fußballspielen und weite Würfe mit der Frisbeescheibe den Nachbarn zuliebe aber besser unterlassen. Vieles ist allerdings auch mit wenig Platz möglich.

Der eigene Garten als Fitnessstudio für Körper und Geist

Sprungkraft Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Minitrampoline. Durch die Sprungbewegungen werden Ausdauer und Beinmuskulatur aufgebaut. Spaß macht das Hüpfen natürlich auch jede Menge. Minitrampoline sind in mehreren Größen erhältlich und haben häufig ein Sicherheitsnetz, falls mal ein Sprung danebengeht.

Koordination Wer ein wenig freie Rasenfläche und einen Partner zur Seite hat, dem sei das Federballspielen ans Herz gelegt. Die schnellen Vor-, Zurück- und Seitwärtsbewegungen steigern Kondition und Koordination. Herrscht böiger Wind, können auch kleine Gummibälle zum Spielen verwendet werden. Im Gegensatz zum Wettkampfsport Badminton geht es beim Federballspielen meist darum, sein Gegenüber an den Ball kommen zu lassen. Die Bewegungsgeschwindigkeit ist auch so hoch genug. Man kann sich zu zweit auch ehrgeizige Ziele setzen: Zum Beispiel 100 Schläge ohne Fehler.

Präzision Wer das Glück hat, einen Kamin im Garten zu haben, kann sich auch beim Holzhacken sportlichen Herausforderungen stellen. Mehrere Hundert gerade, gezielte Hiebe pro Woche aus dem aufrechten Oberkörper heraus bringen nicht nur Brennholz für den Winter, sondern auch eine gehörige Portion Muskelmasse.

Ausdauer Eine Übung, die für das Fitnesstraining im Garten geradezu prädestiniert ist und den Kreislauf so richtig auf Touren bringt, ist das Seilspringen. Anfänger sollten allerdings darauf achten, nicht zu schnell, dafür aber kontinuierlich über längere Zeit zu springen. Anfänger benötigen etwas Geduld, da sie sich leicht im Seil verfangen. Später, wenn man den technischen Ablauf beherrscht, kann man die Sprunghöhe variieren.

Strategie "Wikingerspiel", "Bauernkegeln", "Stöckchenspiel" oder "Schwedenschach" wird Kubb im deutschsprachigen Raum genannt. Sowohl Geschicklichkeit als auch taktisches Denken sind gefragt. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an, wobei ein Team aus ein bis sechs Personen bestehen kann. Die Spieler versuchen, jeweils die Holzklötze (Klotz = Kubb) der Gegenpartei mit Wurfhölzern umzuwerfen oder zu "fällen". Kubb kann im Garten auch auf engem Raum gespielt werden. So wird das Spiel einfacher - denn auf kurze Entfernung sind die Klötze leicht zu treffen.

SWP

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