Reiten auf Zotti, kuscheln mit Sissi

Flüchtlingskinder lernen bei Zottele in Hessental die Pädagogik mit Tieren kennen.

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Ein Mädchen streichelt ein Kaninchen.  Foto: 

Kinder aus dem Wohnheim in der Waidenhalde haben kürzlich eine Einladung von Monika Rehberger erhalten: Die Geschäftsführerin der Kinderhaus Zottele GmbH hatte gefragt, ob die Flüchtlingskinder den Hessentaler Standort der Einrichtung besuchen wollen.

Sie wollten, und deshalb zog es die Kinder und ihre Betreuerinnen nach der Schule an die Wasenwiesen. Dort sahen die zehn Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zwölf Jahren die Tiere des Kinderhauses. Die Kaninchen Sissi, Franz, Mogli und Balu wurden gestreichelt, gekuschelt und mit Karotten verwöhnt. Die Kinder machten sich auch mit den Zwergziegen Eni und Paulchen bekannt.

Das kleine Shetlandpony Zotti ließ sich geduldig reiten und kuscheln. „Ein Mädchen war überglücklich und wollte gar nicht mehr absteigen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Erzieherin Hanna brachte die Kinder zu den braven Zwergeseln Paul und Konrad, die Bäuerin Kerstin Gronbach zeigte den jungen Gästen schwäbisch-hällische Ferkel, und Bauernhofpädagogin Selina Wild präsentierte Hühner.

„Den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihre schwierige Situation für einen Nachmittag lang zu vergessen oder zu verarbeiten, das war das Ziel des tierischen Angebotes.“ Es sei „im Zeichen der Nächstenliebe“ entstanden, betonte Monika Rehberger.

Therapeutische Wirkungen

Die tiergestützte Pädagogik hat laut der Mitteilung therapeutische Wirkungen und helfe der Seele. Die Kinder seien während des Umgangs mit den Tieren „in bester Stimmung“ gewesen und hätten viel Spaß gehabt. „So viel habe ich schon lange nicht mehr gelacht wie an diesem Nachmittag zusammen mit den Kindern“, sagte Erzieherin Rehberger. Beim Reiten habe es förmlich aus den Kindern herausgesprudelt.  So hätten sie zum Beispiel von der Flucht mit dem Schiff, von der Angst um Angehörige und von ihren manchmal abenteuerlichen Erfahrungen mit Tieren in Syrien, Afghanistan und Kurdistan erzählt.

  Die Kinder hätten „am liebsten am nächsten Tag wiederkommen wollen“, heißt es in der Mitteilung des Kinderhauses. Am Ende des Besuchs im Rahmen der Aktionswoche „Willkommenskultur Heilbronn-Franken“ klatschten die jungen Gäste.

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