Region verstärkt im Blick

Mehr Stellen und weniger Arbeitslose - so lautet das positive Fazit des aktuellen Arbeitsmarktberichts für die Region. Sorgenkinder sind der Fachkräftemangel und vor allem die sinkende Zahl an Auszubildenden.

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Wo sind die Stärken und Schwächen der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken? Die Geschäftsführer der Agenturen für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim und Heilbronn, Thekla Schlör und Jürgen Czupalla (rechts) geben Antworten und bekräftigen ihre Zusammenarbeit.  Foto: 

"Der Arbeitsmarkt macht nicht an irgendwelchen Grenzen halt, sondern spielt sich regional ab", betont Jürgen Czupalla, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heilbronn. "Zudem haben wir viel Pendlerbewegung in Heilbronn-Franken. Deshalb ist uns der Blick auf die gesamte Region wichtig."

Um das zu untermauern, legen die Arbeitsagenturen Heilbronn und Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim von nun an einmal im Quartal einen Arbeitsmarktbericht für die Region Heilbronn-Franken vor - ähnlich, wie die monatlichen Berichte in den jeweiligen Bezirken der Arbeitsagenturen. Dieses Vorhaben ist aber auch als ein politisches Zeichen zu verstehen: "Wir wollen verstärkt zusammen auftreten - für die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken", so die gemeinsame Verlautbarung.

Zudem sind die beiden Bezirke der Arbeitsagenturen nicht deckungsgleich mit Heilbronn-Franken. Der zum Bezirk Hall-Tauberbischofsheim gehörende Neckar-Odenwald-Kreis gehört nicht mehr zu Heilbronn-Franken. "Aus zwei mach eins funktioniert hier also nicht", so Thekla Schlör, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Hall-Tauberbischofsheim.

Die Ergebnisse des Arbeitsmarktberichts unterscheiden sich natürlich nicht signifikant von dem, was auch für die beiden Bezirke bisher bekannt gegeben wurde. Die Zahlen belegen auch hier: Der Arbeitsmarkt in der Region steht gut da. Die Arbeitslosigkeit ist auf dem Rückmarsch. So waren im Vergleich zum Vorjahresmonat im März 2,9 Prozent weniger Menschen ohne Arbeit. Und das quer durch alle Personengruppen und in allen Branchen.

Zudem ist die Zahl der zu besetzenden Stellen gestiegen: Der Bestand ist im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent (2661 Stellenangebote) gewachsen, allein seit Anfang des Jahres um 6 Prozent. Dies ist den beiden Geschäftsführern zufolge ein überaus deutliches Zeichen dafür, dass sich die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes fortsetzten wird. Auch die starke Auftragslage, vor allem im für die Region so wichtigen produzierenden Gewerbe, trägt dazu bei.

Sorgenkind ist hingegen der Ausbildungsmarkt: Denn hier stehen mehr Stellen weniger potenziellen Bewerbern gegenüber. In den vergangenen sechs Monaten wurden den Arbeitsagenturen 6816 Lehrstellen in Heilbronn-Franken gemeldet. Das entspricht einem Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf diese Stellen kommen bisher 4582 Jugendliche, die eine Ausbildung beginnen möchten (-5,8 Prozent). Thekla Schlör: "Die Zahl der Schulabgänger sinkt nicht in der Höhe, wie die Bewerberzahlen zurückgehen. Jedoch geht der Trend weiter zu höheren Schulabschlüssen und dem Studium.

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