Redaktionspraktikantin macht Selbstversuch und radelt schon mal los

Für Anfänger mag es Überwindung kosten mit dem Rad rund 50 Kilometer zu fahren. Doch es lohnt sich, die Heimat aus einem anderen Blickwinkel sehen.

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Vergangenen Montag geht es am Vormittag los. Beim Aufstieg auf das Fahrrad bläst einem schon ein kalter Wind entgegen. Schnell noch einmal zurück ins Warme, um eine weitere Jacke überzuziehen, um für die lange Fahrt vorbereitet zu sein. Das warme Sommerwetter bleibt an diesem Vormittag wohl aus.  Auf geht’s nach Bühlertann. Eine Strecke, die bekannt ist und zugegebenermaßen auch nicht sehr weit. Schon am ersten Berg ist kaum etwas anderes zu hören als der lautstarke Windzug, der an den Ohren vorbeizieht. Ankunft in Bühlertann, dem Startpunkt für alle Teilnehmer der Tour de Hohenlohe am kommenden Wochenende. Heute steht die kleine Sonntagstour auf dem Programm (siehe Grafik und Bericht unten).

Michael Wahl vom „Drahtesel“ in Bühlertann hat sich vier Strecken für die Tour de Hohenlohe ausgedacht. „Die Damen von der Touristikinfo in Hall haben mich bereits letztes Jahr im November angesprochen“, erzählt Wahl. Da er nicht nur Fahrräder verkauft, sondern auch gerne selbst damit fährt, kennt er die Radstrecken im Landkreis gut. „Zwei bis drei Tage war ich unterwegs, um die Strecken auszusuchen und selbst abzufahren. Mir ist es wichtig, dass sie nicht nur attraktiv sind, sondern auch sicher, damit Profis und Anfänger bei der Tour mitfahren können“, erklärt der 51-Jährige. „Mit einem Blick durch das Autofenster sind solche eine Touren nicht zu vergleichen.“

Weiter geht die Fahrt in Richtung Obersontheim, zu sehen sind das Motocrossgelände und die Firma Kärcher. Nach einer Unterführung wartet ein langer Feldweg auf die Radler, der hinter einem Sägewerk entlangführt. Dort verbirgt sich eine idyllische Landschaft. Eine kurze Fahrt durch Hausen und weiter auf dem Landweg, der neben der Hauptstraße entlang führt. Von Autos ist jedoch kaum etwas zu hören, da Bäume und Wiese die Straßen voneinander trennen.

Am Ende der Tour steht ein Grinsen im Gesicht

Die Wolken werden dunkler und es regnet. Mit Gegenwind durch den Regen fahren klingt nicht sehr ansprechend. Nach ein paar Hügeln kommt man jedoch ganz schön ins Schwitzen, sodass Regen und Wind eine Abkühlung bieten. Das einzige Hindernis ist hier der Schotter. Das ist deutlich anstrengender, als auf ebener Fläche. Der Schauer hält nicht lange an und die Fahrt kann im Trockenen weitergehen. An Vellberg vorbei muss die Bundesstraße überquert werden, um nach Dörrenzimmern zu kommen. Dies kann einige Minuten dauern, daher lässt sich hier gut eine Verschnaufpause einlegen.

Nach Dörrenzimmern führt der Weg in Richtung Sulzdorf an Maisfeldern vorbei, wobei auch der ein oder andere Wanderer anzutreffen ist. Schon bald fällt der Blick auf das Eisenbahngleis. Ab Sulzdorf ist die Strecke nahezu parallel am Gleis entlanggeführt und dient als Anhaltspunkt. Hinter Sulzdorf führt die Tour erneut auf einem Feldweg weiter in Richtung Hessental.

Ein Teil der kleinen Sonntagstour ist nun abgefahren. Die Abkürzung nach Hause über den Einkorn bietet sich somit gut an. Bei der Tour am Wochenende steht der Haller Hausberg Einkorn jedoch nicht auf dem Plan. Denn oben am Berg angekommen ist eine Pause dringend nötig. Umso mehr Spaß hat die Fahrt nach unten ins Fischachtal gemacht. Nach 43 Kilometern dann die verschwitzte Ankunft zu Haus, aber mit einem Grinsen im Gesicht.

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