Tilman Rammstedt zieht auf Comburg ein

Das Comburg-Stipendium mit einem Monat Aufenthalt im Kloster und 5000 Euro wird an den Autor Tilman Rammstedt vergeben. Sein neuestes Buch heißt: „Morgen mehr“.

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Tilman Rammstedt freut sich auf Hall.  Foto: 

Der Berliner Autor weiß, worauf er sich einlässt. Schließlich war Rammstedt während der baden-württembergischen Literaturtage 2006 schon einmal in Hall. Nun das Comburg-Stipendium 2017: Ein Monat Aufenthalt im Kloster und 5000 Euro. Von Anfang Oktober bis Anfang November hält sich der Romancier auf der Comburg auf, teilt die Stadtverwaltung mit. Rammstedt könne es kaum erwarten, dort einzuziehen und behauptet mit charakteristischem Humor: „Selten wurde einem die Entscheidung, ins Kloster zu gehen, so leicht gemacht.“

Das ehemalige Benediktinerkloster Comburg ist heute ein Standort der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalentwicklung an Schulen. Die Akademie stellt für das Stipendium vier Wochen eine Wohnung zur Verfügung, die Stadt stiftet ein Preisgeld von 4000 Euro, das seit 2014 von der Bausparkasse Schwäbisch Hall auf insgesamt 5000 Euro aufgestockt wird.

Bisherige Stipendiaten sind: Ulf Erdmann Ziegler, Ilija Trojanow, Felicitas Hoppe, Christoph Peters, Judith Schalansky, Finn-Ole Heinrich, Anila Wilms, Reinhard Kaiser-Mühlecker und Monika Zeiner.

Ein Mann mit Humor

Tilman Rammstedt wurde 1975 in Bielefeld geboren, lebt in Berlin. 2003 erschien sein Debüt „Erledigungen vor der Feier“, es folgten die Romane „Wir bleiben in der Nähe“ (2005), „Der Kaiser von China“ (2008), „Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters“ (2012) und „Morgen mehr“ (2016). Er wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis.

„Tilman Rammstedt ist ein überaus intelligenter und witziger Autor, einer der wenigen, die den Bachmannpreis mit den Mitteln des Humors gewannen“, schreibt die Literaturkritikerin Dominika Meindl über ihn.

Info Öffentliche Termine sind am Donnerstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr, die Lesung des Stipendiaten im Kaisersaal der Comburg und am Donnerstag, 19. Oktober, 18 Uhr, die Preisverleihung im Rathaus Hall.

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