Putenprozess wird neu aufgerollt

Das Heilbronner Landgericht befasst sich vom 15. Mai an mit einem Vorfall in Ruppertshofen. Es ist nicht der erste Prozess.

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In der Nacht zum 11. Mai 2015 waren drei Tierschützer aus Tübingen in einen Putenstall in Ruppertshofen eingebrochen, um die dortigen Verhältnisse zu filmen. Im April 2016 fällte das ­Haller Amtsgericht das Urteil: sechs Monate und zwei Wochen Bewährungsstrafe für den 28-jährigen Hauptangeklagten wegen Hausfriedensbruch in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Seine beiden Mittäter erhielten Geldstrafen. Alle Prozessparteien legten gegen das Urteil Berufung ein. Die Staatsanwaltschaft sowie der Anwalt des Putenhalters wollen ein härteres Strafmaß erreichen. Die Angeklagten hingegen streben einen Freispruch an. Ab heute werden die Ereignisse vom Mai 2015 am Landgericht Heilbronn neu aufgerollt.

„In diesem Prozess können wesentliche Weichen für die Rechtsprechung in Tierschutzfragen gestellt werden“, sagt Dr. ­Eisenhart von Loeper, Rechtsanwalt und Vorsitzender einer Tierschutz-Stiftung. Gudrun Maurer, Sprecherin der Württembergisch-Fränkischen Putenerzeugergemeinschaft, zeigt sich optimistisch, dass das Haller Urteil Bestand haben werde: „Die Landwirte wollen einfach nur  in Ruhe ihre Arbeit machen. Wir sind jederzeit bereit, unsere Betriebe einer interessierten Öffentlichkeit zu zeigen.“ Der Tierschutz werde auch im Landkreis Schwäbisch Hall durch eine Vielzahl von Kontrollen und Verordnungen gewährleistet.

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