Public-Viewing im Optima Sportpark geplant

Die Betreiber des Optima Sportparks planen mit einem großen Publik-Viewing zur Fußball Europameisterschaft. Die Finanzierung ist aber noch nicht geklärt.

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Fans feiern 2014 beim WM-Finale im Sparkassen-Fandorf im Hospitalhof. Dort wird es dieses Jahr kein Public Viewing geben.  Foto: 

Fans jubeln, liegen sich in den Armen, vergießen Freudentränen. Es ist Sommer 2014. Deutschland wird Fußball-Weltmeister. Haller feiern das im Fandorf im Hospitalhof. Das Public-Viewing war damals von der Fraktion der Freien Wählervereinigung für den Froschgraben gefordert und später mit städtischen Fördermitteln und Sponsoren auf der anderen Gebäudeseite realisiert worden.

Dieses Jahr, zur Fußball-Europameisterschaft, die in genau zwei Wochen mit dem Eröffnungsspiel in Paris beginnt, ist kein offizielles Public Viewing im Hospitalhof geplant. „Für uns stand es nicht zur Debatte“, sagt der einstige Betreiber Andreas Weis, der zwischenzeitlich seinen Event-Service eingestellt hat. „Das Public Viewing hätte ich nebenberuflich organisieren müssen, dafür ist der Aufwand schlicht zu groß.“

Das Fandorf 2014 sei aber ein voller Erfolg gewesen. Bei den Deutschland-Spielen hätten sich die ersten Fans schon um 15 Uhr gute Plätze gesichert. „Eine Stunde vor Anpfiff war meist kein Platz mehr verfügbar.“ Auch die meisten anderen Spiele seien durchweg gut besucht gewesen. Insgesamt kamen und 5000 Besucher. Dennoch, so Weis: „Es war klar, dass der Hospitalhof für ein neues Fandorf einfach zu klein ist.“ Er blickt aber in Richtung Optima Sportpark an der Auwiese. Dort könnte dieses Jahr ein deutlich größeres Fandorf entstehen.

„Wir spielen mit dem Gedanken“, verrät Jürgen Gehrke von der Betreibergesellschaft des Stadions. Kleinere Spiele sollen im VIP-Raum gezeigt werden, wichtigere Spiele und vor allem Partien mit deutscher Beteiligung im eigentlichen Stadionbereich – auf der LED-Tafel und auf einer großen Leinwand.

Das Problem sei allerdings die Finanzierung. „Kostendeckend ist das nicht zu machen“, meint Gehrke. Daher strebe die Stadion GmbH, an der die TSG und Sportfreunde zu gleichen Teilen beteiligt ist, eine ähnliche Lösung wie 2014 im Hospitalhof an. „Haller Vereine sollen im Wechsel bewirtschaften und so ihre Vereinskasse auffüllen.“ Diese sollten sich bereits jetzt dafür bewerben. Zudem erhoffen sich die Betreiber Zuschüsse der Stadt.

„Der Antrag der Freien Wählervereinigung 2014 umfasste 50 000 Euro“, teilt Stadt-Sprecher Robert Gruner mit. „Letztlich ausbezahlt wurden 23 800 Euro.“ Ob auch die Sportpark GmbH eine Finanzspritze bekommt, steht noch nicht fest. „Der Antrag hierzu ist erst am Dienstag eingegangen“, sagt Gruner. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats tagt allerdings erst am 6. Juni – also vier Tage vor Anpfiff des Eröffnungsspiels.

Eine knappe Kiste also. Nun plane die Sportpark GmbH verschiedene Konzepte. „Public Viewing wird es in jedem Fall geben, die Frage ist nur die Größe“, meint Gehrke. Dass der Antrag auf den letzten Drücker gestellt wird, liege unter anderem am aufwendigen Bau der Gegentribüne. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich.“

Sollte es mit dem Public Viewing im Stadion nicht klappen, sieht das Angebot in Hall insgesamt etwas mau aus. Einige Anbieter aus den vergangenen Jahren machen dieses Jahr nicht mehr mit ( siehe Info ).

Kein Public-Viewing im Solpark und auf Einkorn

Einkorn Betreiber Matthias Messerschmidt wird dieses Jahr „kein Public Viewing im großen Stil anbieten“. 2014 seien zweimal Gruppen auf den Haller Hausberg gekommen, um zu randalieren. „Das will ich nicht mehr.“ Statt für mehr als 500 Gäste aufzustuhlen, will Messerschmidt mit seinen Stammgästen in kleiner Runde Fußball schauen.

Kantine 26 Auch im Solpark wird es kein Public Viewing geben. „Nach der gewonnenen WM glauben wir nicht, dass der Hype groß genug ist“, meint Kantine-Geschäftsführer Rainer Scholz. Auch im Schloss Erkenbrechtshausen, das zur Firmengruppe gehört, werde es kein Angebot geben.

Arena Hohenlohe Ein großes Public Viewing ist in der Arena bei Ilshofen geplant. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt in den nächsten Tagen.

Gastronomen Kneipen und Restaurants in Hall zeigen vereinzelt Spiele der Europameisterschaft.  „Wir sind dazu in der Absprache mit den Gastronomen, weil die Freilichtspiele in ihrem Betrieb nicht gestört werden sollen“, meint Stadtsprecher Robert Gruner. In den vergangenen Jahren habe das aber sehr gut funktioniert. Zudem hat die Bundesregierung die Regeln für die Nachtruhe während der EM gelockert. thumi

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