Plattform mit Potenzial: Karriere-Webseite kann wichtiges Mittel zur Fachkräftegewinnung sein

Das Fachkräfteforum der IHK zeigt: Stellensuche im Internet geht schnell und ist beliebt. Unternehmen müssen daher auf Webseiten setzen, die Lust auf mehr machen.

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Smartphone statt Stellenanzeigen in der Tageszeitung: Bewerber nutzen heute verstärkt mobile Enderäte, um einen neuen Job zu finden. Darauf müssen sich Arbeitgeber mit ihren Online-Auftritten einstellen.  Foto: 

Über die Tageszeitung, Social-Media-Portale oder der Bekanntenkreis – ganz egal, auf welchem Weg ein potentieller Bewerber von einer ausgeschriebenen Stelle erfahren hat, meist nutzt er das Internet, um weitere Infos zu erhalten.

Doch das ist nur dann von Erfolg gekrönt, wenn die Karriere-Seite des Unternehmens aussagekräftig ist. Wenn sie nicht attraktiv ist, können die Firmen Bewerber verlieren, von denen sie noch nicht mal wussten, dass sie sie haben.

Auf der Webseite findet die umworbene Zielgruppe daher idealerweise nicht nur Stellenangebote, sondern umfassende Informationen über den Arbeitgeber – und somit die Antwort auf die Frage, warum sich der Aufwand für eine Bewerbung eigentlich lohnt. Idealerweise findet der Bewerber diese Informationen auf einen Blick, mit einem Klick.

Wichtig ist, dass die Website auch auf dem Smartphone leicht zu lesen ist. Das bestätigt  Stephan Kurz, Geschäftsführer der Werbeagentur Querformat in Crailsheim: „Mobile Endgeräte sind die Zukunft. Bei Google gehen mehr Suchanfragen von mobilen Geräten ein, als von stationären Desktops. Umso wichtiger ist es, Websites an dieses Verhalten anzupassen“

Auch die IHK Heilbronn-Franken hat das Thema auf dem Schirm. In der Veranstaltungsreihe „Fachkräfteforum: Von Unternehmen für Unternehmen“ drehte sich Ende Juni daher ebenfalls alles um Karriere-Websites.

Das Ergebnis: Die Karriere-Website sollte das Herzstück von Personalgewinnungsaktivitäten und das „Aushängeschild“ der Arbeitgeber sein. So betonte auch Impulsgeber Henner Knabenreich, Geschäftsführer der Knabenreich Consult GmbH: „Es ist schön zu sehen, dass sich kleine und mittlere Unternehmen aus der Region Heilbronn-Franken dem Thema öffnen und interessiert an Veränderungen sind. Denn die Karriere-Website ist Dreh- und Angelpunkt von Recruitingaktivitäten und die Visitenkarte des Arbeitgebers.“
 

Viele Wege führen zur freien Stelle

Vielfalt Neben der Karriere-Website stehen Unternehmen zahlreiche weitere Kanäle zu Verfügung, um auf unbesetzte Stellen hinzuweisen. Die Otto-Friedrich-Universität hat die Recrutierungs-Trends 2016 analysiert.

Social Media Sechs von zehn Stellensuchenden betrachten Social-Media-Anwendungen als geeignetes Mittel eine neue Karrieremöglichkeit zu finden. Aus Unternehmenssicht eignen sich Facebook und Co. vor allem für Stellenausschreibungen, Imagewerbung, Active Sourcing sowie die Informationsbeschaffung über Bewerber.

Aktiv Bei vier von zehn offenen Stellen greifen Unternehmen auf die Möglichkeit zurück, vielversprechende Kandidaten direkt anzusprechen.

Netzwerkrekrutierung 28 Prozent der 1000 größten Unternehmen in Deutschland haben ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm implementiert. Im Durchschnitt sind dabei acht Mitarbeiterempfehlungen notwendig, um eine offene Stelle mittels dieser Programme zu besetzen.

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