Planstraße 1 ab heute befahrbar - Vorfahrtsregeln geändert

Die Verbindung zwischen Westumgehung und B19 ist fertig. Am Mittwoch wird die Trasse, die quer durch die Stadtheide führt, am Spätnachmittag für den Verkehr freigegeben. Verbaut wurden rund 6 Millionen Euro.

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Diplom-Ingenieur Thomas Kistinger hat den Straßenbau in der Stadtheide für das Büro Mörgenthaler geleitet. Nun ist er froh, dass am heutigen Mittwoch die Umleitungsschilder abgebaut werden können.  Foto: 

Wenn am Mittwochnachmittag die Farbe der Markierungen getrocknet ist und die Arbeiter der Firma Wolff & Müller aus Waldenburg die letzten Absperrungen beiseite geräumt haben, dann dürften alle beteiligten Straßen- und Kanalbauer, Ingenieure und Planer einmal tief durchatmen.

"Das war ein echter Kraftakt", sagt Thomas Kistinger. Der Diplom-Ingenieur hat das Bauprojekt federführend für die Planungsgesellschaft Mörgenthaler betreut. Vor allem der erste Bauabschnitt hatte es in sich. Die Straße von der Westumgehung - zwischen der Stadtheide und Heimbach hindurch - bis auf die Höhe des neuen Stadtwerke-Kraftwerks südlich der Robert-Bosch-Straße wurde binnen vier Monaten fertiggestellt. Begonnen hatten die Arbeiter im August 2012 - vor Weihnachten sollte alles fertig sein. "Doch schon im November gab es den ersten Frost", erinnert sich Kistinger. Die Pfahlgründung für die Lärmschutzwand zwischen Aschenhausweg und Robert-Bosch-Straße sei teilweise bei Eis und Schnee erfolgt - "das hat den Männern alles abverlangt", so Kistinger.

Aschenhausweg: Erst neue Leitungen, dann neue Fahrbahn

Mit dem zweiten Abschnitt, der den Anschluss der Planstraße 1 an die Bundesstraße 19 über die ehemalige Abzweigung nach Raibach herstellt, wurde im Frühjahr begonnen. Bis auf wenige Restarbeiten, die aber alle nicht mehr im Straßenraum stattfinden, ist nun alles fertig. Die insgesamt 1750 Meter lange Straße, die auch weiterhin Raibacher Straße heißen wird (obwohl eine direkte Durchfahrt in den Rosengartener Teilort nicht mehr möglich ist) wird am heutigen Mittwoch für den Verkehr freigegeben.

Umstellen werden sich die Autofahrer vor allem an der Kreuzung Raibacher Straße / Robert-Bosch-Straße müssen. Jahrzehntelang war die Robert-Bosch-Straße, die bei den Hohenloher Fruchtsäften ins Gewerbegebiet führt und nun am alten Lidl-Markt in einer Sackgasse endet, die Vorfahrtsstraße. Ab sofort dürfen aber die Nutzer der Raibacher Straße zuerst fahren. Große gelbe Schilder mit der Aufschrift "Vorfahrt geändert" sollen dafür sorgen, dass sich die Verkehrsteilnehmer an die neue Regelung gewöhnen. Außerdem sollen so genannte Rüttelstreifen auf der Fahrbahn die Aufmerksamkeit erhöhen.

Baustelle bis November

Neu angelegt worden ist entlang der Raibacher Straße ein Geh- und Radweg, der beidseitig befahrbar ist. Er führt in Richtung Hagenbach. Ein Abzweig nach Raibach ist geplant.

Gebaut wird weiterhin im nahe gelegenen Aschenhausweg. Dort ist inzwischen der nördliche Fahrbahnrand komplett aufgegraben. Die Haller Stadtwerke verlegen an dieser Stelle neue Versorgungsleitungen, ehe die Straße (sie verbindet die Raibacher mit der Gaildorfer Straße) komplett neu aufgebaut wird. Dabei soll der Gehweg an der südlichen Straßenseite aufgegeben werden, derjenige auf der anderen Seite wird dagegen auf 2,50 Meter verbreitert. Bis Ende November, so der Plan, soll die Baustelle abgeschlossen sein. Ausführende Firma ist die Leonhard Weiss GmbH. Kalkuliert wird hier mit Kosten von insgesamt 1,2 Millionen Euro, die sich Stadt und Stadtwerke teilen.

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