Philipp Rieg: "Mit dem Team ist alles etwas anders"

Eigentlich wollte Philipp Rieg, der aus einer golfbegeisterten Familie kommt, in diesem Jahr sein Handicap auf unter 1 drücken. Das ist dem 16-jährigen Schwäbisch Haller Golfer schon jetzt gelungen.

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Philipp, vor wenigen Wochen lag Dein Handicap (Kennzahl, die die ungefähre Spielstärke eines Golfers beschreibt, Anm. d. Red.) bei 1,3. Nun stehst Du bei 0,5. Eine solche Steigerung in so kurzer Zeit – was ist passiert?
PHILIPP RIEG: Ich habe zwei ganz gute Turniere gespielt. Einmal lag ich vier Schläge unter Par, das andere Mal zwei unter Par. Das hat mir das verbesserte Handicap beschert.

Und jetzt setzt Du alles daran, dass auch noch die „Komma fünf“ wegfällt?
(lacht) Das wäre schön. Im vergangenen Winter habe ich mit meinem Trainer Marc Delmas über die Ziele für dieses Jahr gesprochen. Ein Handicap von unter 1 haben wir angepeilt. Jetzt bin ich gespannt, ob ich das Handicap halten oder sogar noch verbessern kann.

Mit Marc Delmas arbeitest Du seit rund eineinhalb Jahren zusammen. Was ist er für ein Typ?
Mein früherer Trainer Niko Zimmermann ging nach Mainz. Marc ist ein anderer Typ, eher sportlich ambitioniert. Mir gefällt das. Ich mache nun mit meinen Schlägen deutlich mehr Länge. Das liegt einerseits an dem Techniktraining, hat aber auch andere Gründe.

Welche sind das?
Ich bin deutlich gewachsen und habe auch etwas Krafttraining gemacht. Zudem habe ich wegen des Wachstums neue Schläger benötigt – die Schäfte der alten Schläger waren für mich zu weich.

Für Golfspieler sind neue Schläger eine heikle Sache. Hast Du Dich schnell an sie gewöhnt?
Anfangs war es ganz schön schwer. Nach einer Zeit aber hat es sich immer besser angefühlt. Gute Turnierergebnisse helfen natürlich auch. (lacht)

Um bei Turnieren gut abzuschneiden, investierst Du viel Zeit in dein Golfspiel. Wie häufig bist Du auf dem Platz?
Zweimal im Monat habe ich Einzelunterricht und wöchentlich ist Mannschafts- und Jugendtraining mit Bill Guiney (professioneller Golftrainer beim Golfclub Schwäbisch Hall, Anm. d. Red.). In Hall legt man viel Wert auf die Jugend. Zudem trainiere ich zwei- bis dreimal in der Woche für mich selbst. Dazu kommen noch zwei oder drei Turniere im Monat.

Mitte Oktober stehen die Prüfungen für den C-Schein an. Warum hast Du Dich dafür entschieden?
Ich hatte mir im vergangenen Jahr Gedanken darüber gemacht. Man bekommt viel Wissen über Golftheorie, den Körper und Ernährung vermittelt. Wenn ich den Schein habe, darf ich Jugendtraining geben und Schnupperkurse leiten. Dadurch kann ich auch mein Taschengeld aufbessern (lächelt).

Als Golfspieler ist man meistens Einzelkämpfer. Es gibt aber auch Mannschaften. Das Herrenteam des Golfclubs Hall ist vergangene Saison aus der Landesliga abgestiegen. Nun stehen die Zeichen auf Wiederaufstieg. Welche Rolle spielt für Dich der Mannschaftswettbewerb?
Eine sehr große! Normalerweise spielt man allein gegen sein Handicap und gegen den Platz. Doch mit dem Team ist alles etwas anders. In der Regel reisen wir bereits am Vortag an. Wir verstehen uns sehr gut, haben einen Riesenspaß. Gerade weil ich weiß, dass mein Ergebnis für die Mannschaft wichtig sein kann, bin ich beim Abschlag manchmal schon etwas aufgeregt.

Die Golfsaison neigt sich dem Ende zu. Was steht für Dich noch an?
Die Clubmeisterschaften Ende September und noch ein paar Turniere. Im Winter steht dann wieder Techniktraining auf dem Programm.

Das Gemeine daran ist: Man sieht erst nach ein paar Monaten, was man verbessert hat – nämlich dann, wenn das Wetter das Spielen wieder zulässt. In welchem Bereich willst Du Dich noch etwas draufpacken?
Beim Schlagen sollte ich mit meinem Oberkörper noch weiter nach vorne über das linke Bein. Das hört sich vielleicht komisch an für Nicht-Golfspieler, aber die Kraft beim Schlagen sollte aus den Beinen, dem Bauch und dem Po kommen. Ich habe den Eindruck, dass ich schon sehr weit mit meinem Oberkörper drüber bin – und dann schaue ich Videos an und sehe, dass es noch viel weiter gehen kann.

Welche langfristigen Ziele hast Du?
Ein Handicap im Plus-Bereich zu haben wäre toll. Außerdem möchte ich mit der Mannschaft des Golfclubs Hall so weit wie möglich nach vorne kommen. Der Qualitätssprung von der Qualifikations- zur Landesliga ist riesig. Ähnliches gilt für den Unterschied zwischen einem guten Golfer und einem Profi: Dazwischen liegen Welten.

Die Fragen stellte Hartmut Ruffer.
 


Steckbrief von Philipp Rieg

Geburtstag: 11. Februar 1999
Geburtsort: Schwäbisch Hall
Wohnort: Schwäbisch Hall
Familienstand: ledig
Beruf: Schüler
Hobbys: Golf, Tischtennis
Vorherige Stationen: 2008 bis 2010 Golfclub Oberrot, seit 2010 GolfclubSchwäbisch Hall
Größte sportliche Erfolge: Berufung in den württembergischen Jugendkader (2012), Jugendclubmeister 2014 und momentan bestes Handicap im GC Schwäbisch Hall
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