Pflegestift Vellberg wird neu gebaut

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Die Tage des Vellberger Pflegestifts sind gezählt. Im September sollen die Bewohner vorübergehend nach Rosenberg in ein dort neu gebautes Pflegeheim umziehen. Dort sollen sie in einem Heim des Unternehmens Dienste für Menschen leben, das aktuell gebaut wird. Die Senioren werden von den gleichen Menschen betreut wie bisher – die Mitarbeiter gehen mit nach Rosenberg. Nach dem Abriss des bestehenden Heimes soll dann in 15 bis 16 Monaten ein Neubau erstellt sein. Dies berichtet Manfred Wieland, Leiter der Einrichtung und des Pflegedienstes des Vellberger Stiftes auf Nachfrage dieser Zeitung.

Der Grund für den Abriss: Der jetzige Bau aus dem Jahr 1982 entspreche nicht der Heimbauverordnung, die vorschreibt, dass ab 2019 die Senioren nur noch in Einzelzimmern leben sollen, so Wieland. Im bestehenden Heim, das von der Diakonie-Gesellschaft Dienste für Menschen betrieben wird, gibt es 24 Doppelzimmer. Im Neubau ist Platz für 45 Senioren. Diese sollen in drei Wohngruppen zu je 15 Menschen leben. Wie Wieland mitteilt, wird es in Vellberg eine zentrale Küche geben, die für die Seniorenheime Vellberg, Rosenberg und für das in Obersontheim geplante Heim die Mahlzeiten zubereitet. Zudem will das Unternehmen mit „Essen auf Rädern“ an den Markt geben.

Im Zug des Neubaus haben die Mitglieder der „Vellberger Vereinigung zur Förderung der Altenpflege“ bei der Hauptversammlung beschlossen, den Verein zum 30. September aufzulösen. Fast 30 Jahre lang haben sich die Mitglieder ehrenamtlich im Pflegestift engagiert. Sie gestalten beispielsweise Singstunden, unterstützen die Bewohner bei Näharbeiten oder fördern demente Heimbewohner mit Gedächtnisübungen. Die Ehrenamtlichen begleiten die Heimbewohner bei der Gymnastikstunde, helfen im Seniorencafé mit und sind selbstverständliche Begleiter etwa bei Ausflügen, beim Kräuternachmittag oder bei Spaziergängen, berichtet Jutta Hlusiak, Mitglied des Vereins.

Im Verein sind etliche der Ehrenamtlichen seit Beginn mit dabei, erzählt Hlusiak weiter. Vereinsmitglieder und Pflegestift kamen quasi gemeinsam in die Jahre. Deshalb war die Bekanntgabe, dass das Pflegeheim dieses Jahr abgerissen werden soll, der Anstoß, sich von der ehrenamtlichen Aufgabe im Pflegestift zu verabschieden. Heimleiter Wieland ist den Helfern dankbar: „Der Verein hat uns über 30 Jahre in hervorragender Weise unterstützt. Wenn wir wieder zurück sind, würde es mich freuen, falls sich erneut ein engagierter Unterstützerkreis gründen würde.“

Ein ausführlicher Bericht über den Neubau in Vellberg folgt demnächst.

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