Personal- und Betriebskosten belasten Haushalt

Als Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt bleiben in Bühlerzell nur rund 183.000 Euro.

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Mehrere Straßenabschnitte auf Bühlerzeller Gemeindegebiet sind in schlechtem Zustand.  Foto: 

Nur 790.115 Euro umfasst der Bühlerzeller Vermögenshaushalt 2017. Nach Jahren großer Ausgaben ist jetzt Zurückhaltung bei den Investitionen angesagt. Für die flächenmäßig größte Gemeinde im Landkreis ist die Instandhaltung der Straßen und Wege sowie der Feld- und Waldwege eine Herausforderung. Wie in den letzten Jahren sind 70.000 Euro für die Gemeindeverbindungsstraßen und 36.000 Euro für die Feld- und Waldwege im Investitionshaushalt eingestellt. Ein Teil  davon finanziert sich aus den zweckgebundenen Einnahmen der Jagdgenossenschaft für Verpachtungen an Jäger. Die Kämmerin weist aber in ihrem Vorbericht darauf hin, dass dadurch nur die allernotwendigsten Unterhaltungsarbeiten durchgeführt werden könnten. 

Weiter angewachsen ist der Verwaltungshaushalt: auf 5,384 Millionen Euro. Hier schlagen vor allem die Personalkosten zu Buche, die wie Kämmerin Sabine Kohnle-Pleßing  im Vorbericht zum Haushalt 2017 schreibt, aufgrund der Tariferhöhungen im Kindergartenbereich und der Aufstockung des Personals wegen einer weiteren Kindergarten-Kleingruppe ab April 2017 weiter steigen und die Finanzlage der Gemeinde im Vergleich zum Vorjahr nochmals verschlechtern. Das führt nun dazu, dass die Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt mit 183.614 Euro zu niedrig ausfällt, um die Tilgung der laufenden Kredite – immerhin fast 229.000 Euro – zu decken. „Sie ist zwar besser, als zunächst erwartet, aber wir hätten sie uns noch höher gewünscht“, meinte Bürgermeister Franz Rechtenbacher in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. In den Jahren 2018 bis 2020 wird sie aus heutiger Sicht sogar jeweils deutlich unter 100.000 Euro liegen.

Auch 2017 ist eine Kreditaufnahme von voraussichtlich 119.800 Euro eingeplant, die Schulden werden sich trotzdem wegen der hohen Tilgung zum Ende des Jahres um rund 110.000 Euro verringern. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt bis Jahresende auf 1642,70 Euro. Bis 2020 steigt sie auf voraussichtlich 1655,13 Euro an. Damit liegt Bühlerzell im Vergleich mit anderen Kreisgemeinden im oberen Drittel.

Die Rücklagen sind bereits stark abgeschmolzen – auf derzeit 110.890,78 Euro. Weitere Entnahmen sind nicht möglich, um oberhalb des Mindestbetrags zu bleiben.

Gesamtvolumen: 6 174 209 Euro.
Verwaltungshaushalt: 5 384 094 Euro
Vermögenshaushalt:
790 115 Euro
Zuführungsrate:
183 614 Euro
Netto-Investitionsrate:
-45 002 Euro
Geplante Kreditaufnahme:
119 801 Euro
Schuldenstand zum 31.12.2017:
3 311 686,48 Euro
Pro-Kopf-Verschuldung 31.12.2017:
1642,70 Euro

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