Pelgrim startet Wahlkampf

Vormittags Pressegespräch im "Goldenen Adler" am Marktplatz, abends Auftakt in der "Krone" in Hessental: Der Wahlkampf zur OB-Wahl hat begonnen. Hermann-Josef Pelgrim zieht Bilanz und schaut voraus.

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  • Hermann-Josef Pelgrim (SPD) will Oberbürgermeister bleiben. Rund 120 Bürger hören ihm beim Auftakt der Wahlveranstaltungen in der "Krone" in Hessental zu. Er spricht am Donnerstagabend viele ihm wichtige Themen an. Foto: Weigert 1/2
    Hermann-Josef Pelgrim (SPD) will Oberbürgermeister bleiben. Rund 120 Bürger hören ihm beim Auftakt der Wahlveranstaltungen in der "Krone" in Hessental zu. Er spricht am Donnerstagabend viele ihm wichtige Themen an. Foto: Weigert
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Rund 120 Bürger sitzen im Saal im ersten Obergeschoss der "Krone" in Hessental. Sie stecken sich Buttons mit Pelgrimmotiv an, blättern in zwei unterschiedlichen, frisch gedruckten Flyern, die auf den Tischen verteilt sind. Der eine stammt von der Wählerinitiative, zeigt Pelgrim eher als Mensch in Jeans mit vielen O-Tönen und Porträtfotos aus dem Kreise der Unterstützer. Den anderen hat der OB selbst herausgebracht, er gibt Informationen zu ihm wichtigen Themen.

Im Saal unterhält derweil noch die Mundartgruppe "Bärbels Schnäpperles Musik" aus Niedernhall mit Volksmusik, dann tritt Ernst-Michael Wanner (SPD) ans Rednerpult. "16 Jahre hat Hermann-Josef Pelgrim gezeigt, dass er OB sehr gut kann", sagt das Mitglied des fünfköpfigen Wahlkomitees, der harte Kern der Wählerinitiative, der mittlerweile 150 Bürger angehören, um Pelgrim (SPD) auf dem Weg zur Wiederwahl zu unterstützen.

Wanner lobt Pelgrims Krisenmanagement nach dem massiven Wegfall von Steuereinnahmen von der Bausparkasse vor über zehn Jahren, er habe dabei die soziale Frage nie aus den Augen verloren. Er hofft auf eine möglichst hohe Wahlbeteiligung, auch wenn es keinen Gegenkandidaten geben sollte. Derzeit hat noch niemand Wahlunterlagen offiziell eingereicht. Diese Frist endet mit dem 11. Februar.

"Was mich sehr freut, das ist die breite Unterstützung über alle politischen Strömungen hinweg, auch im Gemeinderat", sagt Pelgrim am Rednerpult, nachdem Richard Beißer mit seinem Saxophon-Quartett schwungvoll unterhalten hat. Das sei ein deutliches Zeichen dafür, dass gemeinsam der erfolgreiche Weg weitergegangen werden solle. 2005 war das noch etwas anders, denn die CDU war damals noch auf der Suche nach einem eigenen Kandidaten. Diesmal machen sich Bürger aus vielen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen in der Wählerinitiative für eine weitere achtjährige Amtszeit von Pelgrim stark. Ganz vorne mit dabei: Karin Eisenmenger, die auch dem Wahlkomitee angehört und bereits vormittags beim Pressegespräch gemeinsam mit dem OB informiert hat. "So eine große ehrenamtliche Unterstützung habe ich noch nie erlebt", sagt Pelgrim, blickt dann in seiner Rede auf die Entwicklung während seiner Amtszeit zurück, und rückt im Ausblick ihm wichtige Themen in den Mittelpunkt. "Noch nie gab es so viele Bürger, so viele Beschäftigte in der Stadt", nennt er eine Erfolgsgeschichte, die auf ein Zusammenwirken von Stadt, Unternehmen, Einrichtungen zurückgehe. Ein wesentlicher Unterschied zum Beginn seiner Amtszeit und heute: Damals war Arbeitslosigkeit, waren fehlende Ausbildungsplätze Themen, "heute gibt es 4400 Bewerber, 5500 offene Ausbildungsstellen und es herrscht Fachkräftemangel". Die demografische Entwicklung zeige, dieser werde weiter zunehmen. Umso wichtiger sei es, hier nicht nachzulassen, in der Region mit Mittelzentren wie Hall einen starken Verbund zu schaffen, der im Wettbewerb größere Chancen habe.

Pelgrim spricht viele Zukunftsthemen an, beispielsweise das Gesundheitswesen mit der Weiterentwicklung des Diakgeländes. Er macht deutlich, dass eine Stadt niemals still stehe, dass er zu den Optimisten gehöre, und wendet sich an die Bürger im Saal: "Mit ihrer Unterstützung kann da nichts schief gehen."

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