Pahl-Urenkel stellt Werke in Gailsbach aus

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Es war ein Treffen der Generationen im Gailsbacher Pahl-Museum: Als Fabian Anselm Orasch 13 Jahre alt war, starb sein Urgroßvater Manfred Pahl. Nun hat der heute 36-Jährige, der als Bildhauer in Berlin seine Werke schafft, sich mit seinem berühmten Verwandten und dessen Kunst auseinandergesetzt. Am Sonntag präsentierte er seine Bilder und Installationen, mit denen er einen Dialog mit den Werken von Manfred Pahl führen möchte.

„Für mich ist es eine besondere Ausstellungseröffnung“, meinte Mainhardts Bürgermeister Damian Komor. Die Ausstellung bereichere das Museum. Insgesamt habe er bemerkt, dass das Interesse an Pahl wieder steige. Kustos Adam Matheis erzählte, wie er durch Zufall im Gespräch mit Oraschs Vater erfuhr, dass sein Sohn Fabian Anselm wie sein Urgroßvater als Künstler tätig sei. Er fand es bemerkenswert, wie mit seinen künstlerischen Mitteln in den Dialog mit seinem Urgroßvater trat. „Pahl hat auch oft hier in den Räumen geschlafen und sein Urenkel hier jetzt auch in der Woche auf einer Rollmatratze übernachtet“, zeigte er schmunzelnd Parallelen auf.

Karsten Dyba kam mit Orasch ins Gespräch, berichtete über Stationen des Künstlers, wie das Studium in Berlin und Karlsruhe. „Mein Urgroßvater hat die Bildordnung als Altmeister verstanden“, lobt der 36-Jährige seinen Vorfahren. Für ihn sei aber genauso präzises Schauen wichtig. Er habe Pahl, den er zwar kennengelernt habe aber nicht gut kannte, und den Geist im Museum eingesogen. „Ich finde Pahl so frisch“, war sein Eindruck.

Einige Werke seines Urgroßvaters habe er für die Ausstellung nun ausgetauscht. „Ich habe Schätze von ihm ausgegraben“, erklärte er. Mit dem Dialog habe er auf die Fundstücke reagiert. Am Ende sei er über das Ergebnis sehr glücklich, teilweise sei es aber auch eine Herausforderung gewesen. „Das Experiment ist geglückt“, war sich Orasch sicher. Er nehme viel aus Gailsbach mit.

Dyba wagte am Ende des Gesprächs noch einen Vergleich: „Es soll nicht so großspurig klingen. Aber heute weht ein Hauch von Dokumenta in Gailsbach“, sagte er, und die Vernissage-Gäste lachten. Die Ausstellung mit Werken Pahls und Oraschs ist nun noch bis 15. Oktober im Pahlmuseum zu sehen.

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