Dieses Jahr ritt St. Martin nicht durch Schnee und Wind

Mehr als 100 Kinder kommen mit ihren Eltern auf die Comburg. Dort wird aufgrund der Witterung nicht das volle Programm gezeigt.

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Jungen und Mädchen sitzen am Samstagabend auf Bänken und auf dem Boden der Kirche St. Nikolaus, wo andere Kinder Szenen vom heiligen St. Martin vorspielen. Der Laternenumzug der katholischen Kirchengemeinde ist zuvor abgesagt worden.  Foto: 

Leichter Nieselregel durchnässt  die Papplaterne. Den darin in bunten Farben funkelnden LED-Lichtern kann Petrus am Samstagabend nichts anhaben. Dafür aber dem Martinsfest der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Steinbach. Eigentlich sollte ein Pferd auf dem dortigen Schulhof eingaloppieren, den Zug der Laternen mit den mehr als 100 Kindern hoch zur Comburg begleiten. Aber die katholische Kirche disponiert kurzerhand um, sagt den Laternenumzug ab und verlegt das Martinsspiel in die Kirche St. Nikolaus.

So also sitzen die Kinder mit ihren Laternen – viele auch mit echten Kerzen darin – auf den Bänken und dem Boden der Comburg-Kirche, singen die bekannten Lieder und lauschen der Erzählung von Eva Mira Laux zur Geschichte des heiligen St. Martin. Dieser hatte einst als Soldat seinen Mantel mit seinem Schwert geteilt, um eine Hälfte einem frierenden Bettler zu überlassen. Heiliggesprochen wurde Martin von Tours drei Tage nach seinem Tod am 11. November 397. Seither wird dieser Tag als Martinstag gefeiert – nicht nur von Katholiken, sondern auch von Protestanten. Vielerorts kommt es am Wochenende zu Martinsumzügen.

Kinder aus Steinbach spielen die mittelalterlichen Szenen am Samstagabend auf der Comburg im Trocken nach, die sie mit Elisabeth Flores León aus der Kirchengemeinde und dem Steinbacher Grundschullehrer Jochen Ott einstudiert haben.

Zweites Mal in Folge

Nur das Pferd kommt nicht zum Einsatz. „Dieses haben wir all die Jahre aus Gschlachtenbretzingen geliehen bekommen. Aber nun mussten wir zum zweiten Mal in Folge wegen des Regens nach innen ausweichen und daher auch den berittenen Einsatz absagen“, so Elisabeth Flores León – zur Enttäuschung vieler Kinder.

„Bei den wenigen Regentropfen hätte man das doch nicht nach innen verlegen müssen“, meint eine Mutter beim Rausgehen. Eva Mira Laux entgegnet: „Wir mussten das bereits am Vormittag entscheiden, da sah es nicht so gut aus. Außerdem vertragen sich Regen und Papplaternen nicht.“ Sie vertröstet die Kleinen auf nächstes Jahr.

Die katholische Kirchengemeinde in Steinbach sammelt mit der Aktionen jedes Jahr Spenden. Der Erlös geht dieses Mal an das Kinderdorf in Ellwangen.

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