Oft schmerzt der Rücken

Muskel- und Skeletterkrankungen sind besonders oft dafür verantwortlich, wenn Beschäftigte aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können. Die Zahl psychischer Erkrankungen steigt.

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Das Kreuz mit dem Kreuz - Erkrankungen des Rückens verursachen ein Fünftel aller Krankheitstage, so die AOK. Foto: dpa

51 Prozent aller Beschäftigten in Heilbronn-Franken waren zwischen Januar und Juni mindestens einmal krankgeschrieben, meldet die AOK.

Krankenkassen befinden sich in einem bemerkenswerten Konkurrenzkampf um Mitglieder. Das äußert sich nicht zuletzt darin, dass sie regelmäßig auf sich aufmerksam machen und Erkenntnisse aus ihren Statistiken veröffentlichen. "Krankenstand ist in der Region leicht gestiegen", meldet die AOK für das erste Halbjahr 2012. "Der Krankenstand im Landkreis Schwäbisch Hall ist 2012 gesunken", erkennt die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) beim Blick in ihre Zahlen. Beides kann richtig sein - die beiden Kassen richten ihre Blicke auf unterschiedliche Regionen und Zeiträume.

"Wenn ein Arbeitnehmer im ersten Halbjahr 2013 krankheitsbedingt ausfiel, nahm dies durchschnittlich 9,8 Tage in Anspruch. Das waren 0,6 Tage mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und ist auf den langen und harten Winter zurückzuführen", erklärt Rene Schilling, Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Politik bei der AOK-Bezirksdirektion Heilbronn.

21,3 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage haben in Muskel- und Skeletterkrankungen sowie Erkrankungen des Bindegewebes ihre Ursache, erklärt die AOK. Darunter seien insbesondere Rückenleiden zu verstehen. "Durch geeigneten Sport lassen sich bis zu 80 Prozent aller Rückenschmerzen kurieren", sagt Sylvia Meier. Sie leitet bei der AOK den Bereich Gesundheitsförderung.

An zweiter Stelle der Krankheiten, die Menschen davon abhalten zu arbeiten, stehen Erkrankungen des Atmungssystems, worunter hauptsächlich Erkältungen zu verstehen sind. Dieser Bereich macht 17 Prozent der Krankschreibungen aus. Der lange und kalte Winter habe vielen Menschen zugesetzt, so Sylvia Meier.

"Mit 8,7 Prozent ist der Anteil der psychischen Erkrankungen weiterhin besorgniserregend hoch", schreibt die AOK. Bei depressiven Episoden sei Gehen und Laufen ein wirksames Mittel, um die Erkrankung zu lindern oder ihr vorzubeugen, so die Fachleute von der AOK. Die DAK stellt bei psychischen Erkrankungen einen erheblichen Anstieg zwischen den Jahren 2000 und 2012 fest.

Die AOK Schwäbisch Hall hat in der Region Heilbronn-Franken rund 380000 Versicherte. Damit sind etwa 42 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten der Region Mitglied bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse. Aufgrund dieser Basis errechnet die Kasse die vorliegende Statistik hinsichtlich des Krankenstand.

Statistiker geben den Krankenstand in Prozent an. Die entsprechende Kennzahl drückt aus, wie viel von Mitarbeiter von 100 an einem jeweiligen Tag wegen Krankheit nicht arbeiten können. Fehlen 4 von 100 Beschäftigten, beträgt der Krankenstand 4 Prozent.

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