Musik voll Ruhe

Das Duo Ariana Burstein (Cello) und Roberto Legnani (Gitarre) ist regelmäßig zu Gast in Hall und hat dort treue Freunde. Trotzdem kommen am Sonntag nur 15 Zuhörer ins HFM. Sie erleben ein schönes Konzert.

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Roberto Legnani (Gitarre) und Ariana Burstein (Cello) spielen im Hällisch-Fränkischen Museum Klassik und Weltmusik.  Foto: 

Ariana Burstein entlockt ihrem Cello sehr schöne, volle, sonore Klänge. Das zeigt sich gleich zu Beginn des Vorabendkonzerts in der keltischen Musik "Tir Na Nóg", die eine märchenhafte "Anderswelt" am Grunde des Meeres, in Hügeln und auf Inseln beschreibt. Das Cello formt lange liegende Töne, die an eine weite Landschaft denken lassen, die Gitarre figuriert dazu zurückhaltend, fast zart. Es ist eine Musik, die mit ihren Steigerungen von großer Ruhe hin zu Dramatik und weiter Bewegung auch als Filmmusik geeignet wäre.

Das Stück "Never Ending Road" aus dem "Tir Na Nóg"-Ensemble bleibt dagegen die ganze Zeit über sehr, sehr ruhig. Es endet so still, dass das Publikum lange ebenfalls schweigend sitzen bleibt, bevor es Beifall klatscht.

Deutlich bewegter und zupackender ist "Carolans Concerto" in einem Satz von Roberto Legnani nach Turlough O Carolan. Auch einige Tango-Beiträge aus den "Nächten in Buenos Aires" von Roberto Legnani sind temperamentvoll. Aber insgesamt bleibt das Konzert trotzdem im besten Sinne entspannend - musikalisch präzise, klangschön und unaufgeregt präsentieren die beiden Musiker Werke, die mit ihren sprechenden Titeln und den ausführlichen Informationen im Programmheft fast programmmusikalisch sind. Roberto Legnani ist dabei nicht nur Komponist oder Arrangeur aller Stücke und zuverlässiger Begleiter der Cellistin, sondern er hat in einigen Werken auch selbst die Hauptrolle. So zum Beispiel in "Asturias" von Isaac Albéniz.

Das Duo spielt sehr gut zusammen. Trotz der wenigen Zuhörer erhält es viel Beifall.

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