Mit Video: Feuerwehr probt Ernstfall im Vellberger Städtle

„Hilfe Feuer!“, schreit es laut am Freitagabend durchs Städtle. Aus dem offenen Fenster im obersten Stock des Vellberger Rathauses winken Menschen. Doch es ist alles nur gespielt: Die Feuerwehr will üben.

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Das Rathaus im Vellberger Städtle brennt - so lautet das fiktive Übungsszenario der Feuerwehren. Es müssen Menschen gerettet und die Flammen gelöscht werden.  Foto: 

„Wie geht es Ihnen, Herr Ebert?“ Die Vellberger Bürgermeisterin Ute Zoll steht über ihren Hauptamtsleiter gebeugt. Der liegt vor dem Rathaus auf einer Trage festgeschnallt auf dem Boden. Was ist geschehen?

Im Rathaus im Städtle brennt es – fiktiv. Martinshörner reißen die kleine Stadt aus der Freitagabend-Ruhe. Mehrere Löschfahrzeuge bahnen sich den Weg durch den engen Torbogen, um die – ebenfalls fiktiv – vom Brand Eingeschlossenen zu retten, beispielsweise mit der Drehleiter aus der Wache Ost der Haller Feuerwehr, die mit anderen Haller Fahrzeugen ebenfalls anrückt. Die Übung ist ein guter Test, um zu sehen, ob die große Leiter durch den Torbogen passt. Ein Einweiser hilft dabei – und es gelingt mühelos.




Einsatzleiter Kurt Lanzendörfer von der Vellberger Wehr hat derweil schon längst seine Männer mit Atemschutzgeräten ins Rathaus geschickt. Schon als sie die Tür öffnen, kommt dicker Rauch heraus – nur weißer Nebel aus einer Maschine, wie sie in Diskos eingesetzt wird. Einen Junge von der Jugendfeuerwehr, der einen Verunglückten spielt, tragen zwei Feuerwehrmänner wenig später aus dem Rathaus.

Wasser spritzt aus den Schläuchen. Zunächst wird es aus dem Teich gleich neben dem Brunnen abgepumpt. Später kommt es durch lange Schlauchleitungen aus dem Tal. Denn oben auf dem Berg, da ist Wasser nicht so im Überfluss. „So können wir probieren, wie viele Leitungen wir im Ernstfall brauchen“, meint der Vellberger Feuerwehrkommandant Jens Marquardt, der heute alles nur beobachtet und sich Notizen macht.

Bürgermeisterin Zoll und ihr Rathaus-Team bekommen gerade einen „Freiflug“: Über die Drehleiter werden sie aus dem obersten Stockwerk des Rathauses geholt. Hauptamtsleiter Hans Ebert spielt einen Ohnmächtigen, wird auf einer Trage über die Drehleiter nach unten transportiert. Dort angekommen sorgt sich seine Chefin um ihn. Doch Ebert nimmt’s gelassen: „Das Wegtragen hat mehr geschaukelt als das Hinunterschweben.“

Bei der neuen Führungsgruppe Landkreis-Mitte, die aus Feuerwehrleuten aus Braunsbach, Ilshofen, Kirchberg, Vellberg und Wolpertshausen besteht, wird Zoll über das Ausmaß der Übung informiert: 73 Feuerwehrleute sind mit 13 Fahrzeugen da. „Und es ist super gelaufen. Es war den Aufwand wert“, urteilt Kommandant Marquart.

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