Mit dem Turm kommt der Anschluss

Die Trinkwasserkonzeption in Mainhardt wird weiter umgesetzt – mit einem neuen Kredit und den Förderbescheiden des Landes.

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Der Wasserturm in Mainhardt-Lachweiler. Er steht mitten im Ort und ist durch das auffällige Gelb weithin sichtbar.  Foto: 

Bitte nicht erschrecken“, beginnt Bürgermeister Damian Komor in seiner Haushaltsrede im Gemeinderat am vergangenen Mittwoch den Abschnitt zur Wasserversorgung. Er führt aus, dass im Rahmen der Trinkwasserkonzeption mit dem Neubau des Wasserturms Hohenstraßen für insgesamt 14 Maßnahmen eine Landesförderung beantragt worden sei. Die Zuweisungen dafür werden heuer erwartet, doch müsse auch die Gemeinde einen Kredit aufnehmen.

Bereits ein Jahr nach seinem Amtsantritt 2010 habe die Gemeinde das Ingenieurbüro Bürgel aus Untermünkheim mit der Erstellung einer umfassenden Trinkwasserkonzeption beauftragt. „Salamitaktik mag ich nicht“, erläutert Komor den Hintergrund. Er habe wissen wollen, welche Sanierungen und Baumaßnahmen in den nächsten Jahren auf die Gemeinde zukämen. Denn Investitionen im Bereich der Trinkwasserversorgung seien in Mainhardt wegen der Topographie eine Herausforderung: Die Flächengemeinde hat viele Teilorte und Weiler.

Durch die umfassende Planung, die im Mai 2014 vom Gemeinderat beschlossen wurde, habe man die Zusage für die größtmögliche Landesförderung erhalten. „80 Prozent der Baukosten. Das ist gigantisch“, freut sich Komor. Umweltminister Franz Untersteller hatte im Sommer 2015 die Bescheide zur Modernisierung der Trinkwasserversorgung übergeben.

Der Neubau des Wasserturms für 1,6 Millionen Euro ist dabei die größte Maßnahme. Er wird im Sommer 2017 fertig. Der Wasserdruck der von Hohenstraßen aus versorgten Ortsteile wird dabei steigen. Nach beziehungsweise mit dem Bau des Turms werden zahlreiche Folge-Baustellen wie die Sanierung des Wasserturms Lachweiler oder der Quellen Teich und Baad sowie der Bau von Druckminderer- und Sammelquellschächten, Fernwirkanlage und neuer Verbindungsleitungen zwischen Ammertsweiler und Finsterrot nötig. Der Tiefbrunnen Dachsbach soll zudem erschlossen werden. Neue Wasserleitungen im Quartier Schönblick im Hauptort und im Teilort Bubenorbis in der Zollstraße/Dorfmitte stehen ebenfalls an. Weiter wird der Aussiedlerhof Aschenhütte an die Trinkwasserversorgung angeschlossen, so die Auflistung der Investitionen im Wasserwirtschaftsplan 2017. Der neue Ortsbaumeister Volker Heider – seit 1. Februar in der Gemeinde – hat einiges zu tun.

Kredit über 1,19 Millionen Euro

Der Großteil der Baumaßnahmen werde vom Land gefördert, doch die Sanierung der Wasserleitungen Schönblick erhielt keinen Zuschlag, berichtet Kämmerer Friedmar Wagenländer dem Gemeinderat. Für die Mönchstraße und die Rottalstraße seien die Aussichten auf Förderung zwar gering, der Antrag aber gestellt.

Für die Baumaßnahmen innerhalb des Trinkwasserkonzepts sei eine Kreditaufnahme von 1,19 Millionen Euro geplant, so Komor. Denn der Förderbescheid des Landes verlange eine Abrechnung bis Herbst 2018. „Deshalb wurden bis auf die Anschlüsse Großerlach und Biberwasserversorgung (BWVG) die Maßnahmen in diesem Jahr zur Finanzierung aufgenommen“, erläutert Komor und endet lächelnd: „Wir hoffen, dass wir auch alles so umsetzen können.“

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