Minister bringt Millionen für Mainhardt

Große Freude und großer Bahnhof in Hohenstraßen: Umweltminister Franz Untersteller hat am Montag einen Zuschussbescheid über 1,45 Millionen Euro für den neuen Wasserturm mitgebracht.

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Alle packen mit an, damit bald der neue Wasserturm in Hohenstraßen entstehen kann.  Foto: 

Räuberlinsen, Fleischkäsburger, Lachsspieße - dazu Wasser aus der Mainhardter Römerquelle: Mainhardt tischte auf, und der Minister fühlte sich in Hohenlohe gleich willkommen. Bürgermeister Damian Komor, Gemeinderäte, Ortsvorsteher, Verwaltungsmitarbeiter, Planer, Bundestagsabgeordneter Harald Ebner und Landtagsabgeordneter Nikolaos Sakellariou hießen Untersteller beim alten Wasserturm in Hohenstraßen willkommen. Untersteller schüttelte jedem die Hand und plauderte mit allen.

Nach kurzer Rede zog der Umweltminister das Wichtigste aus der Tasche: den Bewilligungsbescheid des Landes für die Zuschüsse zum Neubau des Wasserturms. "Die sichere Versorgung mit Trinkwasser ist eine wesentliche Aufgabe. Da können Gemeinden aber auch an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Deshalb gibt es einen Ausgleich vom Land", kommentierte er dies. Immerhin deckt das Land 80 Prozent der Kosten. "Der höchste Fördersatz."

Neubau neben altem Turm kostet über 1,8 Millionen Euro

Bürgermeister Komor meinte, dass die Bedeutung der Maßnahme durch den Ministerbesuch deutlich werde. Er wies zudem darauf hin, wie sichtig eine eigenständige Wasserversorgung ist. Investitionen in diesem Bereich fielen in Mainhardt nicht gering aus - wegen der Topographie. Mainhardt ist eine Flächengemeinde mit vielen Teilorten und Weilern. Für die finanzschwache Gemeinde sei es deshalb wichtig, ein Gesamtkonzept mit überkommunaler Kooperation zu haben sowie finanzielle Mittel und Unterstützung. 15 einzelne Maßnahmen umfasse das 2011 vorgestellte Paket für die Wasserversorgung. Der Neubau des Wasserturms für 1,8 Millionen Euro ist dabei die größte.

"Wenn der Minister in die Gemeinde kommt, dann darf man sich was wünschen", sprach Komor in hohenlohischer Schlitzohrigkeit. Er gab ihm mit, dass die geplante Änderung der Förderrichtlinien zur Wasserversorgung bald umgesetzt werden sollte. Denn dann würden auch Sanierungsmaßnahmen und nicht nur Neubauten zuschussfähig. Komor sagte dies mit Blick auf die Sanierung der Wasserleitung im Schönblick. Im Oktober wolle die Gemeinde dann gerne einen Förderantrag stellen. "Und Sie sind dann immer herzlich willkommen", meinte der Schultes schmunzelnd.

"Wünsche erfüllen wir gerne, besonders wenn sie erfüllbar sind", spielte der Minister den Ball zurück. Aber er könne noch keine Zusage machen - die Änderungen müssten auch noch etliche Behörden durchlaufen. Untersteller lobte das Engagement Mainhardts in Wasserqualität und sicherer Versorgung. Verlasse man sich doch eher auf heimische Quellen denn auf eine Fernversorgung. Es sei eine Herausforderung, qualitativ hochwertiges Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen.

Deshalb wünschte Untersteller auch einen reibungslosen, zügigen Bau des Wasserturms und packte dazu auch noch gleich mit an. Die Baugenehmigung ist nämlich schon da, und deshalb gab's nach den Reden einen Spatenstich direkt neben dem alten Wasserturm.

Wasser in Mainhardt

Zuschüsse Mit rund 2,4 Millionen Euro hat das Land die Mainhardter Frischwasserversorgung in den letzten zwölf Jahren gefördert. Hinzu kommen jetzt die 1,45 Millionen Euro für den 1,8 Millionen Euro teuren neuen Wasserturm in Hohenstraßen. Beim alten aus dem Jahr 1928 lohnt sich die Sanierung nicht.

Behälter Mittlerweile sind weitere Häuser angeschlossen. Hat der alte Behälter ein Volumen von 120 Kubikmetern, wird der neue 400 Kubikmeter Wasser in einem Raum mit fünf Metern Durchmesser bereithalten, wie Klaus Gehring vom Planungsbüro Bürgel vor Ort erläuterte. Der neue Turm wird zehn Meter höher sein - damit sich der Druck in den Leitungen bis in die Häuser erhöht.

FÄR

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