Michelfelder Schule schneidet bei Evaluation besonders gut ab

Die Michelfelder Grundschule leistet hervorragende Arbeit. Das sehen nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer so, sondern auch Prüfer von außen.

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Auf der Homepage können sich Interessenten über die Vorzüge der Grundschule Michelfeld informieren.  Foto: 

Wenn nicht nur die Lehrer selbst von ihrer Arbeit überzeugt sind, sondern auch Schüler und vor allem Eltern mit der Schule mehr als zufrieden sind, will das etwas heißen. Schon in der ersten Runde im Schuljahr 2013/14 hat die Michelfelder Grundschule sehr gut abgeschnitten. Nach außen zeigt sich die Qualität der Schule auch auf der Homepage, die Schulleiter Eberhard Marstaller komplett neu gestaltet hat. „Wir haben auf einzelne Berichte über 1000 Zugriffe und bekommen viele Anfragen von Interessenten, die bei uns ein Praktikum machen wollen“, berichtete er.

Lehrerin Silke Benz sprach im Gemeinderat über den vertrauensvollen und offenen Umgang unter den Kollegen. „Bei uns stehen die Klassenzimmertüren offen. Wir besuchen uns gegenseitig, um unseren Unterricht zu verbessern. So soll zum Beispiel der besuchende Kollege auf bestimmte Punkte beim unterrichtenden Lehrer achten. Ob er alle Schüler aufruft oder manche übersieht oder bevorzugt“, erklärte sie. Individualfeedback nennt sich diese Methode.

Marstaller informierte über den Aufbau des Musikprofils. „Das hat große Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Schüler. Wenn ich mit einer Klasse Melodica spiele, müssen sie aufeinander Rücksicht nehmen, sonst funktioniert das nicht“, nennt er ein Beispiel.

Auch bei den  neuen Medien ist die Schule vorn. „Das Landesmedienzentrum hat angefragt, ob sie Fotos von unserer Schule auf ihre Homepage stellen können“, so Marstaller.

Schon im Vorfeld der Evaluation nahmen die Schüler der 3. und 4. Klassen, die Lehrer und die Eltern ab der 2. Klasse an einer Online-Befragung teil. „Üblich sind 20 Prozent Beteiligung, bei uns waren es 80 Prozent“, freute sich der Rektor. An den beiden Tagen, an denen die Prüfer da waren, haben sie alle Lehrer jeweils 20 Minuten im Unterricht besucht und zwei Stunden lang befragt. Auch acht Viertklässler wurden interviewt.

Entscheidend für ein erfülltes Qualitätsmerkmal war, dass Lehrer, Schüler und Eltern es gleichermaßen wahrnehmen. Von 176 abgefragten Merkmalen hat die Schule 155 erfüllt. Gemeinderat Volker Mauss wollte wissen, wo die Schule  im  Landesdurchschnitt steht und ob sich die Qualität auf die Übergangszahlen der Schüler auswirkt. „Für die zweite Phase der Evaluation gibt es noch keine Vergleichsschulen, aber in der ersten Phase war die Schule so gut, dass einer der Prüfer gesagt hat, er habe noch keine bessere Schule gesehen“, berichtete Silke Benz. Laut Marstaller zeigen die Schüler  in  Vergleichsarbeiten überdurchschnittliche Leistungen. Er rechne damit, dass sich das auch bei den Übergangszahlen bemerkbar macht. Antje Kraft fand die Mitarbeit der Eltern bei der Befragung erstaunlich. Das zeige, dass die Schule gesund sei. Manfred Bauer sorgte sich, dass die weiterführenden Schulen weniger gut sind und die Kinder aus Michelfeld dann in ein Loch fallen würden. Dem entgegnete der Schulleiter, dass auch diese Schulen evaluiert würden. „Sie strengen sich unheimlich an, schon deshalb, weil die Eltern wählen können“, betonte er.

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