Merle Flachsbarth und Aline Kinzie machen ein FSJ Kultur beim Radio StHörfunk

Sie sind dafür extra umgezogen. Merle aus Oettingen, Aline aus Tauberbischofsheim. "Etwas mit Medien" machen war ihr Wunsch. Seit September 2015 arbeiten sie beim Haller Radiosender.

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Morgens um neun beginnt ihr Tag. Drei Stunden haben sie dann Zeit, um ihre Sendung vorzubereiten. Um zwölf kommt der "StHörmelder", ein Live-Mittagsmagazin, das Merle und Aline alleine gestalten. "Wenn wir morgens in den Sender kommen, wissen wir noch nicht, was heute Thema wird", erzählen sie. Sie suchen sich ein aktuelles Ereignis, zum Beispiel die Oscar-Verleihung, die Handball-EM oder die aktuelle Satire-Affaire mit Jan Böhmermann.

Manchmal nehmen sie auch den Tag zum Anlass und sprechen über den Tag des Irgendwas. Es ist ja fast immer ein Tag des Irgendwas, der Jogginghose oder der Weltpakistantag. Außerdem recherchieren sie für die Rubrik "Kalenderblatt" nach einem Ereignis, das heute vor soundsoviel Jahren stattgefunden hat und berichten darüber.

Sie bereiten auch die Nachrichten für "Fokus Südwest" auf. Sie müssen Meldungen schreiben, eine halbe Seite sollte eine lang sein. Das wird dann eine halbe Minute gesprochenes Wort. Viel Arbeit für das, was nachher rauskommt. Zäh empfindet Aline manchmal diese Meldungen, vor allem, wenn es ein Thema ist, für das sie erstmal von Grund auf recherchieren muss, wie zum Beispiel neulich für den Länderfinanzausgleich. Was ist das eigentlich? Nur wer Bescheid weiß, kann darüber sprechen.

Total vielseitig sei ihre Tätigkeit. Ist die Mittagssendung produziert, bereiten sie Interviews mit Studiogästen oder die Nachrichten vor. Sie übernehmen Bürotätigkeiten wie E-Mails beantworten oder ans Telefon gehen. Außerdem haben Merle und Aline gelernt, wie man Aufnahmen mit einem Schneideprogramm am Rechner bearbeitet. Sie "bemustern" auch CDs, die von Verlagen und Labels eingeschickt werden. Das heißt, sie bestimmen, ob sie die Musik für geeignet halten und mit ins Programm aufnehmen.

Für ihre eigene Sendung entscheiden sie, welche Musik laufen soll. Sie achten dabei darauf, dass Text und Stimmung zum Thema passen. Total cool fanden sie ihren Einsatz in Stuttgart bei der Filmshow Baden-Württemberg. Da standen sie mit ihrem Mikro und Aufnahmegerät am roten Teppich, genau wie die Leute von den großen Medienhäusern. Merle schaffte es, sich den Regisseur von "Die dunkle Seite des Mondes" zu schnappen und ihn zu interviewen.

Im Studio hatten sie auch schon den Rapper StonÄ zu Gast, plauderten mit dem Schlagerduo Geschwister Hoffmann und interviewten die Erste Bürgermeisterin Bettina Wilhelm. Anfangs waren sie oft sehr aufgeregt, vor allem, als sie zum ersten Mal ins Mikro sprechen sollten. Jetzt ist das Routine geworden. Auch ihre eigene Stimme zu hören, macht ihnen nichts mehr aus.

Merle (19) und Aline (18) wohnen zusammen in Hall in einer WG. Die beiden wollen am liebsten nach ihrem Jahr beim Radio an der Hochschule für Medien studieren.

Info In einer Mini-Serie stellen wir junge Menschen vor, die sich nach dem Schulabschluss für einen Freiwilligendienst entschieden haben - in unterschiedlichen Bereichen.

FSJ Kultur beim Radio

Aufgaben Seit 1. September 2015 ist StHörfunk offizielle Einsatzstelle des Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur. Zwei Vollzeitstellen gilt es im StHörfunk jährlich zu besetzen. Die FSJler gestalten das tägliche Mittagsmagazin StHörmelder. Außerdem sind sie Teil der Redaktion von Fokus Südwest, StHörfunk Live und StHörfunk History. Zusätzlich unterstützen die Freiwilligen Radio StHörfunk ein Jahr lang in den Bereichen Digitalisierung, Radioorganisation und Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Infos zum FSJ Kultur und zur Online-Bewerbung: www.lkjbw.de/fsjkultur/index.html.

SWP

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