Mehr Raum für Kunst aus der Dose

Die Unterführung am Verkehrsübungsplatz in Steinbach wird für Sprayer freigegeben.

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Ein großes „Dagegen“ prangt auf der Fassade. An anderer Stelle ist ein Peace-Zeichen an die Wand gesprüht. Manche Sprayer „taggen“ beim Vorbeigehen Mülleimer, Mauern und Schilder mit Initialen. Diese Art von Graffiti ist von der Stadtverwaltung nicht gewünscht. Kunstvolle Werke, wie etwa die in der Unterführung am Schulzentrum West, dagegen schon.

Nun bekommen bunte Fabelwesen, dreidimensional wirkende Schriftzüge und Comicfiguren mehr Raum. Nicht nur, weil die Stadt vom 23. Juni bis 19. Juli Teil des Metropolink-Festivals sein wird, in der Sprayer-Kunst eine wichtige Rolle spielt. Die Stadtverwaltung hat auch eine weitere Unterführung für Lack aus der Dose freigegeben. Neben jener am Schulzentrum West, in der Heimbachsiedlung (unter der B 14) und an der Gottwollshäuser Steige darf nun auch im Minitunnel am Verkehrsübungsplatz in Steinbach gesprüht werden.

Dabei freuen sich nicht alle Räte über Graffiti. „Ich glaube nicht, dass das Thema in der Bevölkerung gut ankommt“, sagt etwa Ludger Graf von Westerholt (CDU). „Wir haben wilde Sprayer in der Stadt. Wir müssen das Thema im Auge behalten.“

Kristian Neidhardt (FDP) ergänzt: „Wir haben große Künstler und ganz große Künstler. Manche arbeiten mit Schablone, andere freihand“, frotzelt er. Oberbürgermeister Herrmann-Josef Pelgrim ergänzt, dass Graffiti nur in den Tunneln erlaubt seien. „Wir erwarten ein gewisses Maß an Qualitätsverbesserung.“

Den Wunsch von Joanna Walter (Bündnis 90/Die Grünen), auch die Unterführung vom Reifenhof in die Ilgenwiesen freizugeben, damit die „hässlichen Fliesen“ optisch aufgewertet werden, will die Verwaltung prüfen. Felix Nestl (SPD) bittet darum, in der Nutzungsordnung darauf hinzuweisen, dass keine verbotenen Symbole gesprayt werden dürfen. „Die sind ohnehin verboten“, erwidert Pelgrim. Die üblichen umwelt-, verkehrs- und ordnungsrechtlichen Bestimmungen und Gesetze müssten eingehalten werden.

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