Mehr Frauen beim „Gipfeltreffen der Weltmarktführer“

Der Kongress in Schwäbisch Hall findet im Januar zum siebten Mal statt. Die einzige Aufsichtsratsvorsitzende eines DAX-Konzerns ist zu Gast. Auch Ex-Fußballer Oliver Kahn referiert.

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Dicht besetzt sind die Reihen beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer.  Foto: 

Auf der Referentenliste stehen wesentlich mehr Frauen als in den Vorjahren. Stärker betont werden soll bei der siebten Auflage des Gipfeltreffens der Weltmarktführer auch der regionale Aspekt. So gehören Stefan Schöllhammer (Klafs Saunabau, Hall) und Rainer Kurtz (Kurtz Holding, Elektronik, Kreuz­wertheim) zu den Referenten.

Das Gipfeltreffen der Weltmarktführer findet von Dienstag, 31. Januar, bis Donnerstag, 2. Februar, in Schwäbisch Hall, statt.

Der Haller Walter Döring hat das Gipfeltreffen 2011 gegründet. Rund 450 Teilnehmer erwartet Döring. Das sind mehr, als es Plätze gibt am Tagungsort, der Bausparkasse. Die Erfahrung der zurückliegenden Jahre habe allerdings gezeigt, dass nie alle Teilnehmer alle Angebote wahrnehmen. Und so entstünden ohnehin immer wieder Lücken.

Die Akademie Deutscher Weltmarktführer, die von Walter Döring und seiner Frau Karin Döring gegründet wurde, ist Mitveranstalter des Gipfeltreffens. Hauptveranstalter ist inzwischen das Magazin Wirtschaftswoche. Als Veranstalter tritt das Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH auf. Deren oberste Repräsentantin ist Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche.

Auf das Wirken der hochdekorierten Wissenschaftlerin und Publizistin führt es Döring zurück, dass außergewöhnlich viele Frauen referieren. Zu denen gehört Dr. Simone Bagel-Trah. Sie ist die einzige Aufsichtsratsvorsitzende eines Dax-Konzerns, der Henkel AG&Co.KGaA. Bemerkenswert könnte auch der Auftritt von Lea-Sophie Cramer werden. Die Gründerin eines Online-Sexshops kann für sich in Anspruch nehmen, die Erotik-Branche umgekrempelt zu haben. Nicht zuletzt wird Baden-Württembergs Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Schwäbisch Hall erwartet. Nicole Hoffmeister-Kraut spricht am zweiten Kongresstag im Neubau-Saal unmittelbar vor dem Gala-Dinner der Sterneköche.

Sie ist nicht die einzige Vertreterin aus der Politik. Erwartet wird auch Gesche Joost. Die Professorin ist Internet-Botschafterin der Bundesregierung für die EU.

Über Wirtschaft und Entwicklung wird Gerd Müller zu den Teilnehmern sprechen. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist sozusagen einer der Nachfolger des Hallers Erhard Eppler, der diesem Ministerium von 1968 bis 1974 vorstand.

Wenige Tage nachdem in Washington der neue US-Präsident Donald Trump vereidigt sein wird, ist der deutsche Botschafter in den USA zu Gast in Hall.

„Der Kongress ist noch immer kein Selbstläufer“, machte Walter Döring gestern Vormittag in einer Pressekonferenz im Haller Sudhaus deutlich. Er sei viel unterwegs, pflege Beziehungen. „Es reicht nicht, ab und zu mal eine Mail oder einen Brief zu schreiben. Man sollte die Leute, die einem wichtig sind, schon ein- oder zweimal im Jahr treffen.“ Nicht gelungen ist es ihm bisher, Frank-Walter Steinmeier nach Hall zu holen. Der SPD-Politiker schreibe auf Einladungen zwar immer höchstpersönlich, freundlich und von Hand zurück, doch immer wieder ist es nur eine Absage. Döring hofft, dass Steinmeier als höchstwahrscheinlich nächster Bundespräsident mehr Zeit haben wird als als Außenminister.

Ein Gegengipfel zum Gipfeltreffen ist in Vorbereitung. Unlängst trafen sich die Organisatoren zu einer Besprechung. „Beim geplanten Gegengipfel (…) soll eine Akademie der Weltmarktverlierer gegründet werden. Vorträge, Filme  und andere Veranstaltungen sollen auf die teilweise katastrophalen Folgen der Globalisierung und ungebremsten Freihandels hinweisen, die immer zu Lasten der armen Länder und Menschen geht. Stattdessen soll für eine sozial gerechte, ökologisch nachhaltige und friedliche Globalisierung geworben werden“, schreiben die Gegner. Gipfeltreffen-Gründer Walter Döring sieht die Initiative gelassen: „Ja, es gibt auch Verlierer. Aber insgesamt wird die Armut weltweit durch die Globalisierung zurückgedrängt.“ just

Zwanzig Redner und Referenten werden beim siebten Gipfeltreffen der Weltmarktführer vor die Teilnehmer treten.

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