Mauer soll Sportplatz stützen - Zeitdruck vor Saisonstart

Das Unwetter Ende Mai hat auch den Braunsbacher Sportpark verwüstet. Der Rasenplatz, der Kunstrasenplatz im Hang und die Tennisplätze waren betroffen.

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  • Die Vereinsvorsitzenden Rainer Bölhoff (stehend) und Heiko Dietrich (links) begutachten zusammen mit Robert Hoffner vom WLSB und Josef Singer vom Sportkreis Schwäbisch Hall die Schäden auf dem Braunsbacher Sportplatz. 1/2
    Die Vereinsvorsitzenden Rainer Bölhoff (stehend) und Heiko Dietrich (links) begutachten zusammen mit Robert Hoffner vom WLSB und Josef Singer vom Sportkreis Schwäbisch Hall die Schäden auf dem Braunsbacher Sportplatz. Foto: 
  • Auf dem Rasenfeld des TSV Braunsbach liegen Glasscherben, weil das Unwetter Altglascontainer auf den Platz geschwemmt hat. Der Hang am Kunstrasnplatz weiter oben ist teilweise abgerutscht. 2/2
    Auf dem Rasenfeld des TSV Braunsbach liegen Glasscherben, weil das Unwetter Altglascontainer auf den Platz geschwemmt hat. Der Hang am Kunstrasnplatz weiter oben ist teilweise abgerutscht. Foto: 
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Lange hat der TSV Braunsbach für seinen neuen Kunstrasenplatz gekämpft. Viele Widerstände musste der Verein überwinden, die Finanzierung war für den nicht auf Rosen gebetteten Verein ein Kraftakt. Nach den Unwettern kam nun der Hang, in den das Spielfeld gebaut wurde, teilweise ins Rutschen. Um das Spielfeld zu sichern, muss nun eine Stützmauer errichtet werden. Rainer Bölhoff, einer von drei Vorsitzenden des TSV, rechnet damit, dass die Arbeiten noch in dieser Woche beginnen. „Da Gefahr im Verzug ist, muss die Hangsicherung sofort gemacht werden, um weitere Schäden zu verhindern“, so Bölhoff. Der Vereinsvorsitzende hofft, dass in vier Wochen die Mauer steht, damit der Verein in der kommenden Kreisliga-A-Saison einen Platz zur Verfügung hat.

Denn der TSV hat noch ein weiteres Problem. In der Unwetternacht sind Altglascontainer auf den Rasenplatz, der sich unterhalb des Kunstrasenplatzes befindet, gespült worden. Viele Flaschen gingen dabei zu Bruch, die Glasscherben haben sich über das komplette Spielfeld verteilt. Nun muss die oberste Schicht des Feldes zunächst abgetragen werden. „Dann muss man neu aussäen und das Gras muss anwachsen“, verdeutlicht Rainer Bölhoff. Aber bevor die Sanierung des Rasenplatzes vonstattengehen kann, muss die Versicherungsfrage geklärt werden, ob die Abfallfirma, die die Glascontainer in der Nähe des Sportplatzes aufgestellt hat, für den Schaden mit den Glassplittern haften muss, erklärt Bölhoff. Der TSV-Vorsitzende rechnet damit, dass der Rasenplatz ab Frühjahr 2017 wieder bespielbar sein könnte.

Auf insgesamt 200 000 Euro schätzt Rainer Bölhoff den Schaden, der dem Verein durch die Unwetterkatastrophe entstanden ist. Dazu zählen auch die Schäden an den Tennisplätzen, die überflutet wurden, und die zerstörten Sportgeräte des Vereins in der Burgenlandhalle. Bei einem Vorort-Termin haben sich die Vereinsvorsitzenden Rainer Bölhoff und Heiko Dietrich, Robert Hoffner vom Württembergischen Landessportbund (WLSB) und Josef Singer, Vorsitzender des Sportkreises Schwäbisch Hall, ein Bild von den Schäden gemacht.

Die Hälfte dieser Kosten will der WLSB übernehmen. „Das hat der Verband schon mündlich zugesagt“, erklärt Josef Singer vom Sportkreis Schwäbisch Hall. Für den Verein gelte es nun, Anträge beim WLSB zu stellen, die den Schaden genau auflisten. „Wir als Sportkreis können beim Formulieren helfen“, sagt Singer. Als spontane Aktion hat der Sportkreis zudem 1000 Euro an den TSV Braunsbach gespendet.

Den Auftrag an eine Baufirma, die Stützmauer am Kunstrasenplatz zu errichten, wird die Gemeinde Braunsbach erteilen, erläutert Bürgermeister Frank Harsch. Dabei gehe es auch um den Kocher-Jagst-Radweg, der direkt unterhalb des Kunstrasenplatzes verläuft. „Da geht es um die Gefahrenabwehr“, verdeutlicht Harsch. Wie bei den Glassplittern im Rasenplatz müssten vor dem Stützmauerbau noch haftungsrechtliche Fragen geklärt werden, erläutert Harsch.

Rainer Bölhoff hofft, dass der Kunstrasenplatz bis zum Beginn der neuen Saison zur Verfügung steht. Falls die Stützmauer innerhalb der nächsten vier Wochen – wie angestrebt – fertig ist, kann der TSV dort seine Heimspiele austragen. Die Spielzeit beginnt am Wochenende des 20. und 21. August. „Die Vorbereitung wird aber schwierig, da müssen wir uns etwas überlegen“, räumt der TSV-Vorsitzende ein. „Uns ist wichtig, dass wir so schnell wie möglich wieder Training und Kurse anbieten können, um zu einem Stück Normalität zurückzukehren“, wünscht sich Bölhoff. Der Verein allein könne diese Schadensumme nicht stemmen. „Wir sind froh, dass uns die Gemeinde zur Seite steht und zum Beispiel die Hangsicherung beauftragt“, so Bölhoff.

Der Verein

Hilfe Der TSV Braunsbach wurde im Jahr 1921 gegründet und hat über 700 Mitglieder. Der Verein hat zwei Spendenkonten für die Schäden am Sportplatz eingerichtet:

VR-Bank SHA-CR IBAN DE58 6229 0110 0065 0540 08

Sparkasse SHA-CR IBAN DE43 6225 0030 0001 7834 67

Außerdem hofft der Braunsbacher Sportverein auf Sponsoren, die sich bei der Sanierung des Rasenplatzes finanziell beteiligen möchten.

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