Mainhardt: Zwei Lehrer gehen in den Ruhestand

Michael Emter und Peter Spathelf verlassen zum Schuljahresende die Helmut-Rau-Schule Mainhardt. Nach mehr als vier Jahrzehnten pädagogischen Wirkens nehmen sie nun Abschied von ihrem Lehrerberuf.

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Das Foto zeigt Schulleiterin Christine Kuhn mit den Lehrern Peter Spathelf (links) und Michael Emter. Privatfoto  Foto: 

"Lehrer sind Menschen, die nach der Schule in Pension gehen!" Mit diesem Spruch eröffnete Schulleiterin Christine Kuhn die Abschiedsrede auf die beiden Pädagogen. Aber ganz so einfach sei es nicht, fügte sie an. Dazwischen liege eine ganze Menge an Engagement, Erfahrung und Erlebnissen.

In einer bewegenden Feierstunde würdigte die Schulleiterin den innovativen und kollegialen Geist der leidenschaftlichen Germanistiker und Historiker und dankte für ihr engagiertes und nachhaltiges Wirken an der Helmut-Rau-Schule Mainhardt.

Kritisch, reflektiert, wissend, interessiert, mit klarer Wertorientierung - so habe sich Peter Spathelf all die Jahre gezeigt. Auch sei er immer zu seiner Meinung gestanden. Sein Engagement war sehr vielschichtig. So arbeitete er als Fachlehrer in Deutsch, Bildende Kunst, Biologie und in den Geisteswissenschaften (Geschichte, Erdkunde und Gemeinschaftskunde).

Peter Spathelf war unter anderem als Verbindungslehrer in der Schülermitverantwortung aktiv und bildete Streitschlichter aus. In seinen mehr als 40 Dienstjahren hat sich Peter Spathelf die Freude an seinem Beruf erhalten. "Ich würde es wieder machen", sagte er zum Abschied. Er sehe die Schule als Scharnier zwischen dem Zuhause der Schüler und der Welt. Auch wenn es schwieriger werden wird, könnten die Menschenrechte und Grundrechte eine klare Orientierung geben.

Für seine Strukturiertheit, seine Zuverlässigkeit und seine Organisation dankte Schulleiterin Kuhn dem Realschullehrer Michael Emter. Diese Eigenschaften wären neben seinen Kollegen vor allem seinen Schülern zugutegekommen. Michael Emter unterrichtete seit 1980 in Mainhardt. Die Schulleiterin hob außerdem hervor, dass Michael Emter jeden Schüler als ganze Person wahrgenommen hätte. Egal welche Schwierigkeiten es in einer Klasse gab: Michael Emter habe es sich immer zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den Schülern und Eltern einen Weg zu finden.

Der Pädagoge unterrichtete die Fächer Deutsch, Geschichte, EWG und Ethik. In seinen mehr als 40 Dienstjahren führte er 15 Abschlussklassen zur mittleren Reife. Auch der Bereich der Berufsorientierung (BORS) forderte viel Einsatz und Arbeitsaufwand, was er gerne und gewissenhaft übernahm. Zudem war Michael Emter viele Jahre für die Pressearbeit sowie für die Schulhomepage verantwortlich, übernahm unter anderem Mentorenaufgaben für Referendare und beteiligte sich rege an der Entwicklung der Schule. Die Höhepunkte für ihn, so Emter, seien Abschlussfahrten und -feiern sowie Schulaufführungen gewesen. Künftig wolle er Raum für Neues schaffen und etwas von der Leichtigkeit des Seins zurückbekommen.

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