Mainhardt und Wüstenrot wollen erneut von EU-Programm Leader profitieren

Bereits in der vorherigen Förderperiode hat die Gemeinde Mainhardt EU-Mittel aus dem Programm Leader erhalten. In der Region "Schwäbischer Wald" hofft die Gemeinde auf eine erneute Förderung.

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Ein antiker Kelte und ein neuzeitlicher Reisender bei der Einweihung des Limes-Nachbaus 2011 in Mainhardt: Leader-Zuschüsse ermöglichten den Bau der Limesanlage. Auch künftig soll so der Tourismus gefördert werden.  Foto: 

"Ganz klar, wir wollen auf jeden Fall wieder am neuen Leader-Förderprogramm teilnehmen und die Vorteile für unsere Gemeinde nutzen", sagt Mainhardts Bürgermeister Damian Komor. Deshalb war er mit 15 Bürgern bei der Zukunftskonferenz "Schwäbischer Wald" in Fichtenberg, um in sechs Foren die regionale Bewerbung der vier Landkreise um die Förderung der Europäischen Union (EU) mit vorzubereiten.

"Liaison entre actions de développement de l"économie rurale", kurz Leader, ist die französische Bezeichnung für das Förderprogramm der EU zur Stärkung des ländlichen Raums und seiner Wirtschaft. Mit geschätzt rund 100.000 Euro hat Mainhardt bei öffentlichen Projekten vom Leaderprogramm "Limes" der Jahre 2007 bis 2013 profitiert.

Komor wünscht sich mehr Leben ind der Ortsmitte

Wichtige Projekte waren die barrierefreie Unterführung der B14 und der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Ammertsweiler, um einen barrierefreien Zugang zum Bürgersaal zu schaffen. Auch touristische Aktivitäten, wie der Limesnachbau, wurden mit Leader-Mitteln gefördert. "Wenn wir wieder mit der Förderkulisse Schwäbischer Wald ins neue Programm reinkommen, haben wir die Chance, nachhaltige Projekte finanziell fördern zu lassen", sagt Komor. Der Schultes denkt insbesondere an einen Ausbau der Wirtschaftsförderung: "Auch private Unternehmer können von Leader profitieren."

Als Idee schwebt Komor eine Belebung des Mainhardter Ortskerns vor. "Wenn wir die Wirtschaftsförderung stärken, wird Mainhardt möglicherweise für neue Betriebe und Unternehmen interessant", so der Bürgermeister. Ganz klar sei auch der Tourismus ein wichtiger Faktor für die Gemeinde. "Um unsere Region noch besser zu vermarkten, ist es ganz wichtig, über die Kreisgrenzen hinweg gemeinsame Konzepte zu entwickeln", blickt Komor über den eigenen Tellerrand hinaus. Zukunftsweisende Themen seien Ausbau und Förderung der Gastronomie, die Instandhaltung der Rad- und Wanderwege oder die Entwicklung gemeindeübergreifender "Destinationen".

"Ich erwarte von der neuen Förderkulisse Impulse für unsere Gastronomie und für die Direktvermarkter", sagt Wüstenrots Bürgermeister Heinz Nägele. Es sei eine gute Sache, die Bürger durch die Zukunftskonferenz zu beteiligen. "Es besteht allerdings die Gefahr, dass wir hohe Erwartungen wecken, die wir als Kommune später nicht erfüllen können", warnt Nägele. Man dürfe nicht vergessen, dass man sich derzeit in einem Wettbewerb um die Fördermittel mit 22 anderen Regionen des Landes befinde. Die Leadermittel seien in Infrastruktur und Tourismusförderung gut angelegt.

"Das Leader-Programm ist aus der Sicht des Naturparks eine wunderbare Ergänzung für unsere Raumschaft Schwäbisch-Fränkischer Wald", sagt Naturpark-Geschäftsführer Bernhard Drixler. Über Leader könnten in den Naturparklandkreisen Schwäbisch Hall, Heilbronn, Hohenlohe und Rems-Murr-Kreis sinnvoll nachhaltige Projekte gefördert werden, die man nach den Förderrichtlinien des Naturparks sonst nicht unterstützen und realisieren könnte.

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