Lizenz zum Babysitten

Worauf man beim Babysitten achten muss, haben Schüler bei einem Kurs an der Schenkenseewerkrealschule gelernt. 16 Neuntklässler habe ihn absolviert.

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Bei der Übergabe der Zertifikate mit Leif Haag, Carola Müller-Christoph, Susanne Kessen, Schüler der Klassen 9, Birgit Schatz, Dietmar Ristl.  Foto: 

"Wie wickle ich ein Baby?", "Was mache ich, wenn ein Kind sich das Knie aufgeschlagen hat?", "Sind Steckdosen und scharfe Kanten abgesichert?", "Wie kann ich Kinder beruhigen und mit ihnen spielen?" - mit solchen Fragen rund ums Babysitten haben sich 16 Schüler der Klasse 9 im Schulzentrum Ost fünf Wochen lang auseinandergesetzt.

Carola Müller-Christoph, Babysitter-Ausbilderin bei der Evangelischen Familienbildungsstätte (FBS), vermittelte den Schülern an drei Nachmittagen Wissen in den Bereichen Säuglingspflege, Entwicklung und Bedürfnisse von Kindern, Spielen mit Kindern sowie Rechte und Pflichten eines Babysitters. Damit die Neuntklässler auch für Notfälle und Gefahrensituationen gewappnet sind, war an einem weiteren Tag ein Rot-Kreuz-Kurs verpflichtend. Um den Jugendlichen auch lebensnahe Eindrücke vom Babysitten zu vermitteln, durften alle Schüler in Kursen der FBS hospitieren: Ob Pilates für Mütter und Babys, Musik von Anfang an oder das Bewegungskonzept Prager Eltern-Kind-Programm (Pekip) - die Kursleiter und Mütter waren begeistert von den angehenden Babysittern.

Komplett wurde der Babysitterführerschein erst durch ein zweites Praktikum in einem Kindergarten oder in einer Kindertagesstätte. Dieser Kurs ist eine Ergänzung zum Berufswahlkonzept der Schenkenseewerkrealschule.

Projekt durch Spenden finanziert

Die Idee zu dem Projekt entstand aus den bisherigen Babysitterkursen an der FBS: Dort haben fast ausschließlich Gymnasiastinnen und Realschülerinnen teilgenommen. Es sei aber ein Anliegen der FBS, Bildung für alle möglich zu machen, heißt es in der Pressemitteilung der Institution. In Zusammenarbeit mit der Ausbildungspatin Wiltrud Wehrstein-Bayer und Gabi Enders, ehemalige Geschäftsführerin der FBS, wurde der Babysitterführerschein-Spezial entwickelt. Finanziell getragen wurde das Projekt durch Spenden der Lukaskirchengemeinde und die Bürgerstiftung Schwäbisch Hall, die sich besonders für die Haupt- und Werkrealschulen im Landkreis einsetzt.

Da am Babysitterkurs viele Jugendliche mit Migrationshintergrund teilnahmen, sei dies ein weiteres Mosaiksteinchen im Themenbereich Integration und Bildungsregion Hall, so Wehrstein-Bayer. Eine Realisierung des Kurses habe Leif Haag, Lehrer an der Schenkenseewerkrealschule, durch seine Unterstützung möglich gemacht.

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