Linde bekommt schöneren Platz

Bald Spielplatz, Festplatz und Treffpunkt der Gemeinde: Die Großaltdorfer Ortsmitte soll durch die anstehende Sanierung an Anziehungskraft gewinnen.

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Noch ist der Platz bei der Linde vom Verkehr geprägt. Durch Umgestaltung soll er eine attraktive Ortsmitte werden.  Foto: 

Der neue Platz behält seine dreieckige Form, wird jedoch um etwa 90 Quadratmeter größer. Der Vellberger Gemeinderat stimmte vergangenen Donnerstag mit zwei Enthaltungen für die Sanierung mit Grundstückserwerb.

Die Details stellte Martin Knorr vom Architekturbüro Knorr & Thiele vor. Das Büro erhielt den Auftrag für die Planung und Bauausführung. Anwesend und an der Diskussion beteiligt waren auch Ortschaftsräte. Ein attraktiverer Lindenplatz ist Teil des Konzepts zur Innenentwicklung von Großaltdorf, das bereits 2013 angestoßen wurde.

Noch ist der Raum um die Linde optisch klein, da die Pflasterung nur um den Baum läuft. Auch die asphaltierte Straße ist bald passé: Bis zur Kante an die Hauptstraße wird einheitlich über den ganzen Platz im sogenannten römischen Verbund ein zehn Zentimeter starkes Betonsteinpflaster in Muschelkalkoptik verlegt. Unter dem großzügigen Blätterdach der das Dorfbild prägenden Linde lädt dann wieder eine Rundbank zum Verweilen ein – mit mehr Abstand zum breiten Stamm. Der Großaltdorfer Ortschaftsrat Horst Kauffmann verdeutlicht, dass der jetzige Außendurchmesser bei zwei Metern läge, der geplante würde mit drei Metern deutlich großzüger.

Für Kinder wird eine Schwengelpumpe installiert, die sich aus einer vorhandenen unterirdischen Quelle speist. Dafür werden eine Zisterne und ein Pumpschacht mit Kanal eingebaut, etwa 1000 Liter Wasser sollen so gespeichert werden. „Dann gibt es auch an heißen Sommertagen noch Wasser zum Spielen“, erläutert Knorr lächelnd. Das sei ein vertretbarer Aufwand, so der Architekt auf die Frage nach den Kosten. Es werde allerdings nur Quell- und kein Trinkwasser verwendet.

An die Pumpe schließt sich eine überfahrbare, geschwungene Rinne als Bachlauf an, sie endet auf Höhe des jetzigen Gehsteigs. Wie bereits in der Ortschafstratsitzung Ende März werden Bedenken wegen der nahe der Hauptstraße spielenden Kinder laut: Das sei gefährlich. Wohin genau man ausweichen könne, werde erst während der Bauphase entschieden, gibt Knorr als Antwort auf die kritischen Fragen von Gemeinde- und Ortschaftsräten. Das hinge von der Lage der Quelle und der Grundstückseinfahrt im hinteren Bereich ab. „Wir wollen aber die Rinne möglichst von der Straße abrücken“, betont Knorr. Darauf habe man sich bereits in der Ortschaftsratsitzung geeinigt, beendet Bürgermeisterin Ute Zoll die lebhafte Diskussion, in der auch Kindheitserinnerungen der Ortsansässigen lebendig werden: Früher sei man auch immer um die Linde gerannt und geradelt.

Damit der Platz gemütlich wird, werden zwei zusätzliche Bänke und ein Mülleimer aufgestellt. Eine Mastleuchte sorgt für Licht. Alle Bautypen der Ausstattung sind bereits aus Vellberg bekannt. Direkt unter der Linde werden zudem drei Bodenlampen angebracht, die nicht überfahrbar sein müssen und dadurch günstiger ausfallen. Eine „Energiesäule“ versorgt den Platz bei Festivitäten mit Strom und Wasser.

Insgesamt konnte das Planungsbüro 17 555 Euro im Vergleich zu den ersten Berechnungen einsparen. Der Großaltdorfer Ortschaftsrat votierte bei der Sitzung Ende März dafür, die Ausgaben zu senken. Die Summe beim Antrag auf Fördergelder für die Entwicklung ländlichen Raumes (ELR) belief sich im Oktober 2015 noch auf 212 609 Euro und liegt nun bei 195 054 Euro. Die Firma Eichele aus Untergröningen wird den Kanal sanieren und mit der Installation der Wasserversorgung in einer Höhe von 46 000 Euro beauftragt.

Die allgemeine Ausschreibung erfolge über den Jahreswechsel, so dass mit einem Baubeginn im Frühjahr 2017 gerechnet wird, so Martin Knorr.

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