Lieber Begleitperson als Blindenhund

Die Roadshow der Diakonie Württemberg legte Station an der Schule in Bühlertann ein.

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Welche Hilfe blinde Menschen im Alltag brauchen, das wissen jetzt die Schüler aus Bühlertann.  Foto: 

Per Roadshow will die Diakonie Schülerinnen und Schüler für Freiwilligendienste und soziale Berufe begeistern. Mit Blindenstock und einem Schutzengel an der Seite sowie verbundenen Augen konnten die Schüler selbst nachvollziehen, wie unentbehrlich es für manche Menschen ist, von anderen im Alltag Hilfe zu bekommen.

Nebenbei erfuhren die Jugendlichen, dass ein freiwilliger Dienst Spaß machen kann. Ince Ardelt berichtete von ihrer Tätigkeit am Sonnenhof in Schwäbisch Hall. Ihr schönstes Erlebnis war es, einen verschlossenen und ängstlichen Jungen zu einem Kindertest zu begleiten und zu sehen, wie sie ihm die Angst vor einer ungewohnten  Situation nehmen konnte. Die Schüler der Klasse 8a beteiligten sich rege an der Veranstaltung. Ihre Erfahrung des Blindseins: „Man fühlt sich unsicher und hat keine Orientierung. Die Entfernungen werden falsch eingeschätzt und man sucht Hilfe.“ Geschlossen gaben sie einer Begleitperson den Vorrang vor einem Blindenhund.

Noten spielen keine Rolle

Unter anderem erfuhren sie, dass der Freiwilligendienst mit 450 Euro vergütet wird, bei einer Arbeitszeit von acht Stunden am Tag. Peter Wolfinger ermunterte sie, sich zu überlegen, ob nach der Schule eventuell ein soziales Engagement  für sie in Frage käme. Man könne sich jederzeit bewerben. Die Schulnoten spielten keine Rolle. Der Dienst werde bescheinigt und das ausgestellte Zeugnis helfe oft bei nachfolgenden Bewerbungen. Denn es bewerte auch Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, soziales Engagement,  Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen.

Die Veranstaltung gefiel den Schülern. Die praktischen Übungen, unter anderem auch mit einer Brille, die das Umfeld nur verschwommen wahrnehmen ließ, vermittelten ihnen einen neuen Blickwinkel.

Info Informationen für Freiwillige sind auf der Homepage www.ranansleben.de zu finden.

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