Diakonie-Klinikum: Lebensrettende Eingriffe

Ärzte und Pflegefachkräfte der Klinik für Kinder und Jugendliche am Diakonie-Klinikum absolvieren ein Notfall-Training mit ferngesteuerten Simulatoren.

|
Notfallversorgung eines Säuglings: (von links) Die Assistenzärztinnen Sarah Maier und Andrea Bamann, Professor Andreas Holzinger und Oberarzt Daniel Buchzik arbeiten unter den wachsamen Augen des Instruktors, Oberarzt Dr. Johannes Büttner (im Hintergrund). Während das Kind zur Einleitung einer künstlichen Beatmung intubiert wird, wird bereits notwendige Flüssigkeit über einen Knochenzugang im linken Unterschenkel verabreicht. An der rechten Hand wird ein Sensor zur Überwachung der Sauerstoffsättigung angebracht.  Foto: 

Was für jede Feuerwache selbstverständlich ist, gilt auch für Notfallsituationen im Krankenhaus: Nur durch ständiges Wiederholen der Vorgänge kann im Ernstfall alles reibungslos ablaufen, wie es in einer Pressemitteilung des Diakonie-Klinikums heißt.

„Lebensbedrohliche Notfälle bei Kindern sind zum Glück selten“, so das Diak. „Aber gerade in solchen Situationen kommt es auf rasches und richtiges Handeln an.“ Vor allem müssten viele Dinge gleichzeitig geschehen, so dass ein komplettes Team von Ärzten und Pflegenden beschäftigt sei. Die Herausforderung dabei sei, die Situation zu erkennen und richtige Maßnahmen in der richtigen Abfolge zu ergreifen. Und: Die Kommunikation müsse exakt sein.

„Allein das Wissen über die richtige Behandlung genügt nicht. Vielmehr muss durch Training sichergestellt werden, dass auch bei komplexen Abläufen richtig gehandelt wird“, heißt es in dem Schreiben.

Ärzte der Klinik für Kinder und Jugendliche und Krankenpflegefachkräfte der Kinderintensivstation haben sich deshalb einem Training besonderer Art unterzogen: dem Training mit ferngesteuerten komplexen Simulatoren, die einem Säugling oder Kleinkind entsprechen. Experten für Kinderintensivmedizin der Universität Tübingen führten das Training durch. Die Simulatoren wurden videoüberwacht von einem Kontrollraum aus gesteuert. Sie haben einen hörbaren Herzschlag, Atemgeräusche, können schreien, Zeichen der Atemnot zeigen oder bei Sauerstoffmangel blau anlaufen. Die Zunge kann ferngesteuert zum Anschwellen gebracht werden, so dass die Atmung behindert und eine Intubation erschwert wird.

Venenleitungen können gelegt werden oder auch Notfallzugänge, um Flüssigkeit oder Medikamente zu verabreichen. Verschiedene Szenarien wurden nachgestellt – beispielsweise ein allergischer Schock, ein Kreislaufzusammenbruch bei einer Infektion mit Meningokokken oder ein Herzstillstand durch eine Rhythmusstörung, bei dem mit Stromstößen defibrilliert werden musste.

Das, was das Team tat, wurde auf Video aufgezeichnet und danach betrachtet, besprochen und ausgewertet. „Die Auswertung der Kommunikation im Team und die Betrachtung der Videos war besonders interessant“, schreibt das Diak. Als Ergebnis des Trainings seien Mitarbeiter der Kinderklinik nun noch besser auf Notfallsituationen vorbereitet. Diese Form der Übung mit Notfallszenarien solle es künftig regelmäßig geben.

Die Klinik für Kinder und Jugendliche am Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall führt eine Intensivstation für Neugeborene sowie für Kinder und Jugendliche. Schwerstkranke werden je nach Lage des Falls von Kinderärzten und Vertretern der Unfallchirurgie, Anästhesie, Radiologie und Neurochirurgie interdisziplinär behandelt, heißt es in einer Mitteilung.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kartellamt hat Holzverkauf im Visier

Spätestens im Juli 2019 sind neue Vermarktungswege für den Staatswald nötig. weiter lesen