Landesschau der Rinderunion lockt über 1000 Besucher in die Arena Hohenlohe

Verglichen und gefachsimpelt haben Landwirte auf der Landesschau der Rinderunion am Wochenende. Über 1000 Besucher kamen in die Ilshofener Arena Hohenlohe, 200 Kühe waren zu sehen.

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Gut gefüllt sind die Ränge der Ilshofener Arena Hohenlohe bei der Landesschau der Rinderunion. Mehr als 1000 Besucher vergleichen die 200 Kühe, die sich den zwei Wertungsrichtern stellen.  Foto: 

Viele Wochen Vorarbeit waren nötig für die fünfstündige Schau, zu der mehr als 1000 Zuschauer in die Ilshofener Arena kamen. "Wir hatten 450 Anmeldungen", so Alfred Weidele. Er ist bei der Rinderunion Baden-Württemberg für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. "200 Tiere haben wir durch Vertreter bei den Betrieben vorselektiert und zur Schau zugelassen."

In diversen Gruppen wurden die Rassen gezeigt: Braunvieh, typisch für das Allgäu, Fleckvieh, wie es von Hohenlohe bis Oberschwaben gezüchtet wird, und Holsteiner, die auf der Schwäbischen Alb bis hinunter zum Bodensee bevorzugt werden.

Eine Menge Fachbegriffe schwirrten dem unbedarften Zuschauer um die Ohren. Von "ausgeprägtem Rahmen" war da etwa die Rede. Wobei anders als bei einem Künstler nicht der Bilderrahmen, sondern die gesamte Erscheinung der Kuh gemeint ist. "Was aus dem Rahmen fällt, ist gar nicht hier", grinst Alfred Weidele. Oder vom "guten Fundament" wurde gesprochen, dem Aussehen der Beine und ihrer Stellung. Bewertet wurde auch die "Aufhängung", nämlich die Euter bis hin zu der Stellung der Zitzen. Für Milchbauern und die zwei Juroren, Verena Hußmann aus Feuchtwangen und Erhard Juncker aus Iffwil in der Schweiz, war dies eines der Hauptkriterien.

Paul übernachtet bei den Tieren

"Wenn man damit aufwächst, ist das nicht so schwierig", sagt Landwirt Gerhard Ehrmann vom Sonnhof bei Künzelsau. Eine Kuh habe er nicht im Rennen. "Aber man interessiert sich, vergleicht die Tiere mit denen, die man zu Hause im Stall hat." Das sei so wie bei den Schraubern in der Arena, die sich die Motorräder angeschaut und mit ihren Kollegen gefachsimpelt haben.

Heidrun Sperr aus Bögental ist auch nur zum Schauen da, ist aber dennoch mehr involviert. "Meine Männer haben drei Tiere am Start. Die letzten drei Tage gabs für meinen Mann und meinen Sohn kaum noch ein anderes Thema." Sie haben die Tiere schon am Vorabend angeliefert und der 13-jährige Paul hat im Schlafsack sogar bei den Tieren übernachtet. Er soll seine Lieblingskuh, die "Schalmei" vorführen.

Dabei geht es bei der Schau eigentlich um nichts: die wichtigen Werte der Kühe, wie oft sie gekalbt haben oder wie viel Milch sie geben, stehen in unverständlichen Zahlenkolonnen. In der Arena steht der Stolz und das Vorzeigen des Zuchterfolges im Vordergrund.

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