Kunsthalle Würth: Noch drei Wochen Busch und Picasso

Wer in der Kunsthalle Würth in de Kosmos von Wilhelm Busch oder Pablo Picasso eintauchen möchte, muss sich bald sputen. Am 18. September ist Schluss.

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Kunst kann ganz schön anstrengend sein. Gut, dass man sich vor der Kunsthalle Würth auch ausruhen kann.  Foto: 

Draußen heizt die Augustsonne den Platz vor der Kunsthalle Würth auf. Drinnen herrscht angenehm kühle Kunstbeflissenheit. „Picasso und Wilhelm Busch. Ist es nicht herrlich!“, hat ein Ehepaar aus Esslingen beeindruckt ins Gästebuch geschrieben. Die beiden noch bis 18. September parallel laufenden Ausstellungen locken derzeit täglich zwischen 700 und 800 Besucher in die klimatisierten Räume. „Am Wochenende sind es jeden Tag rund 1600 Gäste“, berichtet Kunsthallendirektorin Sylvia Weber. Da kann es schon mal eng zugehen.

Das Museumsteam habe seit der Eröffnung der Schau „Wilhelm Busch – Was ihn betrifft. Max und Moritz treffen Wilhelm Busch“ im Januar rund 175 000 Besucher gezählt. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover entstanden und zeigt in einem Teil des Untergeschosses rund 350 Gemälde, Zeichnungen, Briefe und Dokumente. Im April ist dann die Ausstellung „Picasso und Deutschland“ in der Kunsthalle Würth dazugestoßen – eine Zusammenarbeit zwischen der Sammlung Würth, die allein über 35 Picasso-Werke verfügt, und dem Museo Picasso in Málaga. In Hall sind etwa 85 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen von Pablo Picasso zu sehen sowie rund 150 Arbeiten von anderen Künstlern wie Max Beckmann, Otto Dix oder Emil Nolde.

„Die 200 000-Marke werden wir wohl nicht mehr schaffen“, vermutet Sylvia Weber bezüglich der Gästezahl. Im Sommer falle aber vor allem die große Zahl der Individualbesucher auf. „Wir sprechen ein breites Publikum an.“ Zudem werde das erweiterte Audioguide-Angebot gut angenommen. Im Gästebuch finden sich Einträge von Besuchern aus San Francisco, aus Paris oder Hamburg. „Eine grandiose Schau. Selten so viele wunderbare Exponate auf einem Fleck gesehen! (…) Ich bin noch ganz ,besoffen‘!!“, schildert ein Besucher seine Eindrücke von der Picasso-Ausstellung.

Auch für die letzten drei Wochen Laufzeit bis 18. September bietet das Kunsthallen-Team noch ein vielfältiges Begleitprogramm. Neben diversen öffentlichen Führungen gibt es am Donnerstag, 8. September, einen Vortrag mit Peter-Klaus Schuster. Beginn ist um 19.30 Uhr im Adolf-Würth-Saal. Der ehemalige Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin der Stiftung preußischer Kulturbesitz spricht über die Picasso-Ausstellung. Am Samstag, 10. September, wird um 16 Uhr im Adolf-Würth-Saal der Arte-Film „Die Abenteurer der modernen Kunst: Picasso und Co“ von Amélie Harrault und Pauline Gaillard gezeigt.

„Auf dem Busch geklopft …“ wird am Donnerstag, 15. September, ab 19.30 Uhr im Adolf-Würth-Saal. Dort ist ein „Wilhelm-Busch-Album im Spiegel der Kleinkunst“ geboten: Unter der Regie von Ela Otto rezitieren Magret Gampper und Bernd Möhl Originaltexte Buschs. Einige werden auch gesungen und mit komödiantischen Beiträgen ergänzt. Finissage zu beiden Ausstellungen wird am Samstag, 17. September, gefeiert: Tagsüber gibt es ein Programm für Klein und Groß, und die Kunsthalle ist an jenem Samstag bis 22 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 18. September, ist das Museum zur üblichen Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Dann wird in der Kunsthalle Würth wieder umgebaut. Und ab 30. September ist die Ausstellung „WWW – Wasser, Wolken, Wind. Elementar- und Wetterphänomene in Werken der Sammlung Würth“ zu sehen.

Übrigens, für kunstinteressierte Besucher, denen in der Kunsthalle Würth zu viel Betrieb ist, hat Sylvia Weber noch einen Alternativ-Tipp parat: „Man kann auch sehr gut in die Johanniterkirche oder ins Hällisch-Fränkische Museum gehen.“

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