Kunst gegen Komasaufen

Alkoholexzesse: Die Kampagne „bunt statt blau“ startet in Schwäbisch Hall. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit sucht zum achten Mal die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch.

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Trinken, bis der Notarzt kommt: Im Jahr 2015 gab es im Landkreis Hall 64 Betroffene – ein Anstieg von 6,7 Prozent zum Vorjahr.  Foto: 

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt ihre Kampagne „bunt statt blau“ zur Alkoholprävention. Im achten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Hintergrund: 2015 kamen bundesweit rund 22 000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Obwohl die Zahl der Betroffenen insgesamt leicht zurückging, fordern Experten weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, schreibt die DAK-Gesundheit in einer Pressemitteilung.

„Viele überschätzen sich und glauben, Alkohol gehöre zum Feier und Spaßhaben dazu.“
- Andree Rump, Chef der DAK-Gesundheit

Der Wettbewerb informiert kreativ über die Gefahren von Alkohol. Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Aktion für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Alle Schulen im Landkreis Schwäbisch Hall können bis zum 31. März teilnehmen.

Beim sogenannten Komasaufen gab es 2015 im Landkreis Schwäbisch Hall mit 64 Betroffenen einen Anstieg um 6,7 Prozent, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar. Nur so kann sich die gute Entwicklung auch dauerhaft fortsetzen und die Zahl der Klinikbehandlungen deutlich zurückgehen“, sagt Andree Rump von der DAK-Gesundheit. „Bei ,bunt statt blau’ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken, was diese Präventionskampagne so besonders macht.“

Seit 2010 haben bundesweit rund 80 000 Kinder und Jugendliche bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gestaltet, darunter auch viele Schüler aus dem Landkreis Schwäbisch Hall. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehöre zum Feiern und Spaßhaben dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, erklärt Andree Rump. „Mit ihren Plakaten bekennen junge Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch.“

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, den Bundessieger. Es gibt wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

Neu: Sonderpreis auf Instagram

„Mit einem Instagram-Sonderpreis wird ,bunt statt blau’ jetzt noch attraktiver“, beschreibt DAK-Chef Andree Rump die neue Idee, ein Bild vom Plakat oder ein Video in das soziale Foto-Netzwerk hochzuladen. Ergänzend zu einem Geldpreis wartet auf den Gewinner noch eine Eintrittskarte für die „re:publica 2017“ (Festival zu Themen der digitalen Gesellschaft) in Berlin.

Preisgekrönte Prävention

Der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ seit Jahren als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die Gesundheitskampagne wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit zwölf Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über das Thema Alkohol und die damit verbundenen Gefahren aufklärt.

Du bist ein kreativer Typ? Deine Freunde beneiden dich um deine Einfälle? Außerdem kannst du mit Farben oder Fotos zaubern? Dann mach mit beim DAK-Plakatwettbewerb „bunt statt blau“. Egal, ob mit Buntstift, Pinsel, Kamera oder Computer, bei diesem Kreativwettbewerb kannst du mit deinem Plakat Botschafter gegen das Komasaufen werden. Teilnehmen können Einzelpersonen, aber auch Schulklassen aus dem Landkreis Hall. Die Teilnahmebedingungen sowie die Gewinnerbilder aus den Jahren 2010 bis 2016 online auf
www.dak.de/buntstattblau

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